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Dick gefüllte Aufgabenbücher für die Wirtschaftsförderung in Baden-Württemberg

Bereits zum 27. Mal organisierten bw-i und L-Bank die Jahrestagung für baden-württembergische Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer in Stuttgart.

Redner auf der Jahrestagung (v.l.): Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr (bw-i), Dr. Hans Jörg Stotz (Festo Didactic SE), Uwe Burkert (Landesbank Baden-Württemberg), Thomas Bürger (Staatsministerium)

Dr. Ulrich Theileis (L-Bank)

Boris Palmer (Stadt Tübingen)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 27. Jahrestagung

9. Dezember 2019 - Rund 120 Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer aus Baden-Württemberg folgten der Einladung von Baden-Württemberg International (bw-i) und der L-Bank am 6. Dezember 2019 ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart, wo bereits zum 27. Mal die Jahrestagung für baden-württembergische Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer stattfand. Ziel der diesjährigen Veranstaltung sei es, die Vielfalt der Perspektiven abzubilden und die Herausforderungen in der kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, betonte bw-i-Geschäftsführer Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr in seiner Begrüßung. Nach fünf spannenden Vorträgen könnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer "dick gefüllte Aufgabenbücher" für die Wirtschaftsförderung in die Kommunen und Regionen mitnehmen, so Schmidt-Eisenlohr. 

Dr. Ulrich Theileis, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, sprach in seinem Vortrag über den Megatrend Digitalisierung. Als rohstoffarmes Land dürfe Baden-Württemberg in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bei der Digitalisierung nicht hinterherhinken und müsse insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen, um sich für die Digitalisierung zu wappnen. Er betonte die Bedeutung der guten und soliden Wirtschaftsförderung, von der Baden-Württemberg hierbei profitiere. Die Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, erläuterte Theileis anhand eines Eisbergmodells. Digitalisierung sei eine Kernaufgabe, die häufig hinter den Kulissen stattfinde, so Theileis, man dürfe nicht auf jedes Pferd aufspringen und nur auf den Showeffekt setzen. Am Beispiel der L-Bank zeigte er auf, wie viel Digitalisierungsarbeit am unteren Segment des Eisberges in den vergangenen Jahren geleistet wurde und wie dafür nun schrittweise Erfolge geerntet werden können.

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erörterte in seinem Vortrag, wie Wirtschaftsförderung zwischen Ökologie und Ökonomie gelingen kann. So erläuterte er am Beispiel von Tübingen, wie die Stadt sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich weiterentwickelt hat. Demnach investieren nicht nur Amazon und Bosch verstärkt in ihre KI-Entwicklung in Tübingen, mit CureVac habe man auch eines der wenigen Einhörner Deutschlands am Standort. Nichtsdestotrotz sei der wirtschaftliche Erfolg Tübingens ohne weiteren Flächenverbrauch vonstattengegangen. Mit einem breiten Maßnahmenkatalog, wie beispielsweise dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Klimaschutzkampagne "Tübingen macht blau", habe man es geschafft den CO2-Verbrauch pro Einwohner um 32 Prozent zu reduzieren. Wirtschaftliches Wachstum schließe Klimaschutz also nicht aus.

Dr. Hans Jörg Stotz, Vorstand der Festo Didactic SE, sprach über die Möglichkeiten der "Fachkräftegewinnung und -sicherung im digitalen Zeitalter". Er erörterte, welche Kompetenzen die Mitarbeiter für die digitale Transformation mitbringen müssen und welche Strukturen in der Aus- und insbesondere auch in der Weiterbildung dafür gebraucht werden. Baden-Württemberg sei führend in der Ausbildung für Industrie 4.0 – dieses Potenzial werde aber kaum für die Weiterbildung genutzt. Stotz appellierte daher an die Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförder, Plattformen zwischen Ausbildungseinrichtungen und Industrie zu schaffen, die auch in der Weiterbildung genutzt werden können. Zudem sei es zentral, Technikbegeisterung bereits in den Schulen zu fördern, um künftige Generationen innovationsfähig zu machen.

In seinem Vortrag "Globale Veränderungen und ihre Auswirkungen für die baden-württembergische Wirtschaft" beleuchtete Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, die großen Linien und globalen Megatrends. Er unterstrich die Bedeutung von Europa, von Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie von Technologiekompetenz in Zeiten einer hohen geopolitischen Unsicherheit, der Digitalisierung und des Protektionismus.

Thomas Bürger, Leiter des Referats Landesmarketing im Staatsministerium Baden-Württemberg, ergänzte mit seinem Vortrag "Wir können alles. Außer Hochdeutsch. 4.0" die verschiedenen Perspektiven um den Blickwinkel der Kommunikation und stellte vor, wie das Land seine beliebte Imagekampagne in einem zunehmend internationalen Umfeld neu auszurichten plant. Für eine international starke Dachmarke "Baden-Württemberg" setze das Land dabei nicht nur auf seine Rolle als Innovationsführer, sondern auch auf die verstärkte Nutzung von Synergieeffekten durch einen einheitlicheren Auftritt verschiedener Player.


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Lukas  Ammer

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