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Unkomplizierter Zugang ins führende Innovations-Ökosystem

Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums organisiert Baden-Württemberg International mit Unterstützung der AHK San Francisco das InnovationCamp BW Silicon Valley.

Der Ort der Ankündigung war bewusst gewählt. In Palo Alto, dem digitalen Epizentrum der Welt, stellte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, im Oktober 2017 das InnovationCamp BW Silicon Valley vor. Das einzigartige Projekt soll baden-württembergischen Unternehmen ermöglichen, für ein paar Wochen in das Ökosystem Silicon Valley einzutauchen. „Damit schaffen wir für unseren technologieorientieren Mittelstand eine wichtige Anlaufstelle, um Trends und Innovationen frühzeitig aufzuspüren“, sagte die Ministerin damals im Rahmen ihrer Delegationsreise an die US-Westküste. Mit der Durchführung des Programms beauftragte sie Baden-Württemberg International (bw-i). Für die Organisation vor Ort hat bw-i sich die Unterstützung der AHK San Francisco geholt.

Rund sechs Monate später sind die ersten Unternehmen aus dem Südwesten vor Ort. Insgesamt zehn Teilnehmer von sechs Firmen absolvieren seit dem 7. Mai 2018 ein kompaktes dreiwöchiges Programm im Silicon Valley. Mit dabei sind vom klassischen Maschinenbauer über die Beratungsfirma bis hin zum Anbieter von Smart Home-Lösungen die ganze Bandbreite des Mittelstandes. In Vorgesprächen wurde ermittelt, welche Vorstellungen die Unternehmensvertreter von ihrem Aufenthalt haben: Wollen sie beispielsweise Trend-Scouting betreiben, digitale Produkte entwickeln oder lieber mit Start-ups kooperieren? So wurden klare individuelle Ziele definiert – damit die Reise einen maximalen Nutzen für die Firmen hat. „Mit dem InnovationCamp können wir den Teilnehmern einen unkomplizierten Zugang in die Welt der Zukunftstechnologien verschaffen“, sagt bw-i-Geschäftsführer Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr.

Das vom Wirtschaftsministerium finanziell geförderte Programm startet mit einem fünftägigen Bootcamp. Dort lernen die Mittelständler verschiedene Innovationstechniken wie Lean Intrapreneurship und Design Thinking kennen. Zudem bekommen sie einen Überblick über digitale Technologien sowie Geschäftsmodelle und interkulturelle Tipps zum Netzwerken und zur transatlantischen Zusammenarbeit. Firmenbesuche wie beispielsweise bei Google, Slack, Startups und deutschen Firmen im Valley runden das Programm ab. „Das ist wie eine Intensivausbildung zum Innovationsscouting“, beschreibt Annika Hoeltje, die bei der AHK San Francisco das Programm verantwortet und als Innovationsscout BW im Silicon Valley fungiert, die Einstiegswoche.

Wichtig ist Hoeltje dabei, dass die Teilnehmer das Silicon Valley-Mindset verstehen lernen. Sie beschreibt es mit den drei Buchstaben: LSD – Learning, Sharing, Doing. Vor allem beim  S und D hapert es im deutschen Mittelstand: Nur wenige sind bereit, ihre Ideen zu teilen, und auch mit dem Einfach-mal-ausprobieren tun sich viele schwer. Hinzu kommen interkulturelle Unterschiede: „Während in vielen Firmen in Deutschland immer noch eine „Ja, aber-Kultur“ herrscht, wird im Silicon Valley eine „Yes, and-Kultur“ gelebt“, so Hoeltje, die seit sieben Jahren in San Francisco lebt. „Ideen, etwas Neues auszuprobieren, werden nicht gleich kritisiert. Anstatt Gründe zu suchen, warum die Umsetzung scheitern könnte, geht es darum, wie man die Idee so weiterentwickeln und im Kleinen testen kann, dass die Risiken kalkulierbar bleiben.“

Ab der zweiten Woche sollen die Teilnehmer, für die während ihres Aufenthaltes Arbeitsplätze in einem Coworking Space angemietet wurden, die neuen Erkenntnisse anwenden, um konkrete Lösungen für ihre Unternehmen zu entwickeln. Individuelle Informationsgespräche – bis  zu vier Termine pro Woche und Firma organisiert die AHK – sowie Feedback von Mentoren unterstützen diesen Prozess. Und auch wenn sie wieder zurück in der Heimat sind, steht den Unternehmen Innovationscout Hoeltje als Ansprechpartnerin weiterhin zur Verfügung.

„Wir sind sehr gespannt auf die Erfahrungen der Teilnehmer der ersten Runde“, sagt Schmidt-Eisenlohr. Auf der Global Connect, dem Forum für Export und Internationalisierung vom 20. bis 21. Juni 2018 in Stuttgart, werden zwei Firmenvertreter ihre frisch gewonnenen Eindrücke aus dem Silicon Valley vorstellen.

In diesem Jahr wird es noch zwei weitere Reisen nach Kalifornien im September und November geben. Wer Interesse daran hat, kann sich auf der Website: http://innovationcampbw.de/ informieren oder sich direkt an bw-i wenden. 
(Text: Annette Rueß)


Ansprechpartnerin

Cornelia  Frank

Cornelia Frank

Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft und Standortmarketing
Wirtschaft / Länderbereich Nordamerika

Tel.: +49 (0)711 22787-16
Fax: +49 (0)711 22787-73
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