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Digitalisierung in der Lehre: Baden-württembergische Wissenschaftler treten in Austausch mit Estland und Finnland

bw-i organisierte einen wissenschaftlichen Workshop in Estland und eine anschließende Delegationsreise nach Finnland, um baden-württembergische Wissenschaftler und Multiplikatoren aus dem Themenfeld Digitalisierung in der Lehre mit ihren Kollegen in Estland und Finnland in Kontakt zu bringen.

Workshop in Tallinn: Digitalisierung im Unterricht im Praxistest

Die Vertreter der baden-württembergischen Hochschulen in Oulu mit bw-i Mitarbeiterin Julia Simon

13 baden-württembergische Hochschulvertreter führte bw-i vom 14. und 15. Mai 2018 für einen wissenschaftlichen Workshop an der Universität Tallinn nach Estland. Unter den Teilnehmern aus Baden-Württemberg waren die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Esslingen und Rottenburg, die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, die Hochschule der Medien Stuttgart, die DHBW Karlsruhe, die Universitäten Mannheim und Tübingen sowie die Pädagogische Hochschule Weingarten. Anschließend reiste bw-i mit einem Teil der Gruppe für zwei weitere Tage über Helsinki nach Oulu, Baden-Württembergs Partnerregion im Norden Finnlands.

Thema der Reise nach Estland und Finnland war die Digitalisierung der Lehre im schulischen und universitären Kontext sowie beim lebenslangen Lernen am Arbeitsplatz. Die Frage, wie Digitalisierung die Lern- und Arbeitsrealität verändert und welche Herausforderungen dabei entstehen, wurde dabei unter dem pädagogischen Blickwinkel behandelt.

Wissenschaftlicher Workshop zur Digitalisierung an der Universität Tallinn

Einen aufschlussreichen Auftakt der Reise bildete der gemeinsam mit der Universität Tallinn und der Universität Mannheim organisierte wissenschaftliche Workshop „Innovations in Education: Opportunities and Challenges of Digitization”. Am ersten Workshop-Tag wurden übergreifende Fragestellungen aufgeworfen, u.a. die Frage nach einem Systemwandel in der Lehre aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung der Lehr- und Lernumgebung. Beispielhaft unterzog die Universität Tallinn dem Lernroboter einen gemeinsamen Praxistest. Von baden-württembergischer Seite berichtete die HfWU Nürtingen-Geislingen über ein aktuelles Projekt, welches, in teilweiser Zusammenarbeit mit estnischen Hochschulpartnern, mit Elementen des virtuellen Klassenzimmers zum Thema soziale Innovation arbeitet.

Eine Fortsetzung fand der Workshop mit dem Austausch der baden-württembergischen und estnischen Wissenschaftler in drei thematischen Arbeitsgruppen „Institutional innovation, organizational learning, leadership and change management in education“, „New learning scenarios, learning design and learning analytics“ sowie „Workplace learning and learning in smart industry (Industry 4.0)“. Nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und der Vorstellung von Projektfinanzierungmöglichkeiten durch bw-i, den DAAD sowie das Baltisch-Deutsche Hochschulkontor, diskutierte man über mögliche gemeinsame Projekte und gab Ausblick auf die Fortführung der wissenschaftlichen Kooperation in 2019 in Baden-Württemberg.

Delegationsreise nach Finnland – Baden-württembergische Wissenschaftler lernen den finnischen Zugang zur Digitalisierung in der Lehre kennen

Im Anschluss reiste ein Teil der Delegation weiter nach Finnland, zunächst mit Empfang an der Aalto Universität in Espoo nahe Helsinki. Als ein besonderes Highlight der Delegationsreise erwies sich dabei die Tour durch das hochmoderne und bestens ausgestattete Learning Center der Universität. Neben der Arbeit des Centers sowie der engen Verzahnung mit allen Fakultäten der Universität wurde eine Auswahl von Pilotprojekten aus dem finnischen Verbundprojekt Aalto Online Learning – A!OLE vorgestellt. Mit A!OLE entsteht seit 2017 ein beeindruckendes Netzwerk von Lehrenden der Aalto Universität. Dieses verfolgt das Ziel, gemeinsam digitale Lehrmöglichkeiten und Tools, technisches Equipment sowie Lernmaterial zu entwickeln und zu nutzen.

In der baden-württembergischen Partnerregion Oulu erwartete die Teilnehmer ein zweitätiges, mit Unterstützung von BusinessOulu organisiertes Besuchsprogramm: Projektpräsentationen zur Digitalisierung der Lehre an der University of Oulu, der Besuch der auf dem Campus gelegenen Grundschule mit eigenem Teacher Training Center sowie das FabLab der Universität, in welchem Studierende aller Disziplinen aber auch Gäste der Universität offen an verschiedenste hochtechnologische Maschinen und digitale Tools herangeführt werden und unterschiedlichste Projekte durchführen können. Darüber hinaus stellten Vertreter der Stadt Oulu der Delegation den Entwicklungsprozess des nächsten nationalen Curriculums, das in Finnland als integrierende Gemeinschaftsaufgabe verstanden wird, sowie das Projekt „Digital Schools of Europe“ vor.

Einig waren sich sowohl die baden-württembergischen als auch die estnischen und finnischen Wissenschaftler darüber, dass der Einsatz digitaler Tools in der Lehre nur in einem ausgewogenen pädagogischen Kontext gewinnbringend funktioniert und nicht die ultimative Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen bei der Verbesserung von Lehren und Lernen darstellt. Mit dem Ziel, die aktuell noch existierende Lücke zwischen Erkenntnisgewinn in der Forschung und der Lehr- und Lernrealität weiter zu schließen, soll der Austausch mit den auf der Reise geknüpften Kontakten fortgesetzt werden.


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