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Chinas Streben nach der Technologieführerschaft

bw-i informierte mit einer neuen Auflage ihrer Veranstaltungsreihe „China Roadshow“ die Mittelständler des Landes darüber, welche Chancen der chinesische Markt trotz neuer Herausforderungen bietet.

Die Referenten der China Roadshow 2018 in Stuttgart

bw-i-Geschäftsführer Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr begrüßt die Teilnehmer der China Roadshow 2018 in Stuttgart

Netzwerken der Teilnehmer auf der China Roadshow 2018 in Stuttgart

Unter dem Titel „Chinas Streben nach der Technologieführerschaft – Wie der deutsche Mittelstand trotz Herausforderungen erfolgreich bestehen kann“ machte Baden-Württemberg International mit einer Informationsveranstaltung für mittelständische Unternehmen vom 15.bis 16. Mai 2018 Halt in Stuttgart und Freiburg.

Finanz- und Wirtschaftsexperten referierten über Ihre Einschätzungen und Erfahrungen mit dem "Reich der Mitte". Eine von bw-i moderierte Podiumsdiskussion zwischen den Experten gab den Teilnehmern weitere Denkanstöße und Impulse. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern das Streben Chinas nach Technologieführerschaft eine zunehmende Konkurrenz für deutsche Unternehmen bedeutet, oder ob sich für letztere nicht vielmehr neue Geschäftschancen ergeben.

Die Strategie Made in China 2025: China als Konkurrent auf Augenhöhe?

Der Referent Tobias Urban, Projektmanager AHK Greater China, stellte in seinem Vortrag Chinas politisches Strategiepapier zur Förderung der Entwicklung fortschrittlicher Industrien und Technologien in China  „Made in China 2025“ vor. Dabei differenzierte er zwischen den Kehrseiten dieses politikgetriebenen Ansatzes und den möglichen Chancen für deutsche Unternehmen. So enthalte das Programm der chinesischen Regierung einerseits protektionistische Ansätze, aus der eine ungleiche Behandlung ausländischer Wettbewerber hervorginge, andererseits entstünden auch positive Nachfrageeffekte. „Nehmen Sie das Beispiel Roboter“, sagte Urban, „momentan bestehen diese in China nur zu 27% aus chinesischen Teilen.“ Urban erwähnte auch, dass Umfragen zu Folge viele Unternehmen „China 2025“ mehrheitlich nicht als Bedrohung sähen, während aus der akademischen Landschaft kritischere Stimmen zu hören seien.

Erfolgsmodelle für den Markteinstieg in China

Miriam Fritz, Senior Consultant bei der Berners Consulting GmbH, die Unternehmen unter anderem zum Markteinstieg in China berät, stellte Markteintrittsformen und aktuelle Rahmenbedingungen in China vor. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, dass es kein Patentrezept gibt, mit dem man in China erfolgreich wird. „Die Firmen, die wir nach China begleiten, sprechen primär positiv von ihren Erfahrungen. Wichtig ist, dass man den richtigen Partner findet“, sagte Fritz.

Tobias Off, Leiter des China-Büros von bw-i in Nanjing, stellte mit dem Firmenpool-Konzept des Landes Baden-Württemberg ein konkretes Markteinstiegsinstrument vor:  Unternehmen, die selbst noch nicht gründen möchten, rekrutieren mit Hilfe des bw-i-Büros in Nanjing einen oder mehrere Mitarbeiter, diese werden fachlich von ihrem Arbeitgeber in Baden-Württemberg betreut, die gesamte Personalverwaltung erfolgt aber über bw-i Nanjing.

Dass der Firmenpool ein erfolgreicher Weg sein kann, zeigte der Erfahrungsbericht von Jens Fetzer, Vertriebsleiter Digital Factory Solutions beim Softwareunternehmen Cenit AG und seit einem Jahr Mitglied im Firmenpool. „bw-i hat für uns eine sehr gute Mitarbeiter-Vorauswahl getroffen. Eine solche Effizienz würde ich mir von manchem deutschen Headhunter wünschen“, sagte Fetzer. Als weitere Vorteile nannte der Vertriebsleiter die Hilfe beim Kulturdolmetschen und die administrative Hilfe, dank derer man sich besser auf das Business Development konzentrieren könne.

Die Chancen überwiegen

Schon lange in China präsent ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. Die Botschaft von Christian Oestreich, Leiter Auslandsmärkte bei Deutschlands größter Bausparkasse, während der Podiumsdiskussion im Anschluss an die Vorträge war entsprechend: „In China braucht man Geduld“. Alle Referenten waren sich einig, dass die Konkurrenz zu China steigen wird, die Chancen aber überwiegen. „Wettbewerb ist der Motor des Wachstums“, sagte AHK-Projektmanager Urban.
(Text: Leonie Rörich)




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