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Südwesten lässt sich von den digitalen Vorreitern der EU inspirieren

bw-i reiste mit einer Fachdelegation aus Baden-Württemberg ins Baltikum.

Die bw-i-Delegation zu Besuch bei der Firma LMT in Riga

Die bw-i-Delegation beim Blockchain Centre in Vilnius

Eine 30-köpfige Delegation mit Vertretern aus Politik, Presse, Wirtschaft und Forschung unter Leitung von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, reiste vom 4.-8. Juni 2018 nach Estland, Lettland und Litauen.

Die drei baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen zeichnen sich international durch Innovation in den Bereichen Digitalisierung und Unternehmensgründung aus.

Estland ist führend auf dem Gebiet des e-Governments. Mit einem hohen Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet positioniert sich der kleinste der baltischen Staaten derzeit international als Partner für Industrie 4.0-Anwendungen sowie für alle Fragen zur IT-Sicherheit, die mit der Digitalisierung einhergehen. Die Delegation besuchte unter anderem den E-Estonia Showroom und informierte sich über die Errungenschaften der estnischen Digitalisierung. Nahezu jeglicher Kontakt mit öffentlichen Einrichtungen in Estland erfolgt digital. Für Datenschutz und Sicherheit sorgt eine sichere smarte ID Card, die jeder Este besitzt. Weiterhin besuchte die Delegation den Business-Science Park Tehnopol, eine Brutstätte für Startups wie Skype und Starship Technologies. Auch informierten sich die Teilnehmer über den geplanten smarten Stadtteil Ülemiste City in Tallinn und besuchten das Nato Defense Center of Excellence, um mehr über IT-Sicherheit zu erfahren.

Lettland hat in Sachen Startup-Förderung ein sehr deutliches Signal gesetzt. Das Land brachte mit 1,9 Millionen Einwohnern das erste Startup-Gesetz in Europa auf den Weg und überholt damit die großen EU-Mitstreiter. So gibt es für Startups spezielle Anreize, die im Bereich Steuererleichterungen und Sozialabgaben für Mitarbeiter liegen. Lettland liegt auch bei Breitbandanschlüssen europaweit vorne und reiht sich an dritter Stelle hinter Japan und Südkorea im weltweiten Vergleich ein. Deutschland rangiert dagegen in der Gruppe der am schlechtesten mit Breitbandanschluss versorgten Länder in Europa. Lettland treibt derzeit schon den nächsten Schritt voran - die Forschung und Entwicklung im Bereich 5G. Eine erste 5G-Station wurde von der Firma LMT (Latvijas Mobilais Telefons) in Kooperation mit Nokia bereits installiert, mit der sich die Delegation intensiv austauschte. Ein weiterer Programmpunkt war ein Besuch bei der Firma Draugiem Group. Diese startete ursprünglich als lettisches Pendant zu Facebook. Inzwischen versammelt sie auf einem innovativen Campus in modernsten Räumlichkeiten Startups unter einem Dach. Printful, Mapon und Vendon, die bekanntesten darunter, haben bereits international Erfolg und überzeugten auch die Delegation mit ihren Geschäftsmodellen und jungen Teams.

Litauen setzt derzeit aktiv auf das Thema Blockchain. Die Delegation konnte sich im Blockchain Centre in Vilnius eingehend über die Schmiede von Blockchain-Startups informieren. Eine sehr interessante Startupszene hat Vilnius vorzuweisen und präsentierte der Delegation im Vilnius Tech  Park, einem ehemaligen Militärkrankenhausgelände, eine innovationsfördernde Umgebung. In der Kaunas University of Technology konnte sich die Delegation von der Qualität der litauischen Universitäten selbst überzeugen. Gemeinsame Forschungsprojekte mit lokalen Firmen und internationalen Forschungseinrichtungen ließen Parallelen zu Baden-Württemberg erkennen. Coworking-Spaces werden von der Universität ebenfalls angeboten, um die  Gründung von Startups zu fördern. Litauen wird für deutsche Firmen immer interessanter. Das größte der drei baltischen Länder bietet mit 2,8 Millionen Einwohnern mehrsprachige und technisch versierte Fachkräfte in ausreichender Menge. Unter anderem sitzt die baden-württembergische Firma Festo schon seit einigen Jahren in Kaunas und hat jüngst das litauische Shared Service Center ausgebaut. Mit der Firma Amalva Komfovent lernte die Delegation auch eine heimische und international erfolgreiche Firma kennen. Amalva Komfovent hat sich durch konsequente Investitionen in eine moderne Produktion und durch Innovationen im Bereich der Lüftungstechnik seit über 20 Jahren im internationalen Wettbewerb einen Namen gemacht.

Im September 2018 steht der Besuch einer litauischen Delegation in Baden-Württemberg an. Für die Zusammenarbeit zwischen baden-württembergischen Firmen und Forschungseinrichtungen mit Partnern aus Estland, Lettland und Litauen bestehen gute Aussichten. 


Ansprechpartnerin

Anna  Krywalski

Anna Krywalski

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereiche Indien, Australien und Baltische Staaten

Tel.: +49 (0)711 22787-936
Fax: +49 (0)711 22787-22
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