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Personalisierte Medizin in Baden-Württemberg weit fortgeschritten - Auslandspresse überzeugt sich

bw-i reiste mit ausländischen JournalistInnen durch Baden-Württemberg, um sie über aktuelle Entwicklungen des Bundeslandes in der personalisierten Medizin zu informieren.

Empfang der TeilnehmerInnen der Pressereise bei bw-i

Science Slam an der Uni Freiburg mit der Puppenspielerin Vanessa Falk, der Wissenschaftlerin Dr. Melanie Börries und dem Wissenschaftler Dr. Martin Boeker (v.l.)

Besuch beim Werner Science Imaging Center an der Universität Tübingen

13. Juli 2018 – Eine Gruppe von sieben JournalistInnen konnte sich vom 26. bis 29. Juni 2018 davon überzeugen, dass Baden-Württemberg optimale Voraussetzungen besitzt, um eine führende Rolle in der personalisierten Medizin einzunehmen.

Mit der Themensetzung der Pressereise gelang es bw-i, ein aktuell viel diskutiertes Thema aufzugreifen und gleichzeitig den Fokus auf Baden-Württemberg zu setzen: "Für jede Krankheit nur eine Therapie - das war einmal", zitierte die Süddeutsche Zeitung am 29. Juni 2018 den israelischen Chemie-Nobelpreisträger von 2004, Aaron Ciechanover, auf der diesjährigen Lindauer Nobelpreisträgertagung (NPT), „scheinbar ähnliche Krankheiten wie Brust- oder Darmkrebs brauchen bei verschiedenen Patienten ganz andere Medikamente." Ihren Abschluss fand die Rundreise für ausgewählte JournalistInnen dann auch auf der im Rahmen der jährlich tagenden NPT vom Land Baden-Württemberg ausgerichteten Schifffahrt zur Insel Mainau.

Die Pressereise zog JournalistInnen aus ganz Europa an, die für das Wissenschafts-und Bildungsressort von Tages- und Wochenzeitungen, Fachzeitschriften, Fernsehsendern sowie Online-Angeboten in ihren Ländern arbeiten und führte zu Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Hochschulen an den Standorten Stuttgart, Tübingen, Heidelberg, Mannheim und Freiburg. Die personalisierte Medizin – ein noch junger Ansatz in der Medizin, bei dem auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Diagnoseverfahren und Therapien zur Heilung verwendet werden – und deren vielfältige Erforschung und Anwendung in Baden-Württemberg wurde dabei aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet.

Eine Gesamteinordnung des Gesundheitsstandorts Baden-Württemberg durch Dr. Gunnar Grah, bw-i-Themenfeldleiter Life Sciences und Gesundheitswirtschaft, vermittelte den TeilnehmerInnen zunächst, dass Baden-Württemberg innerhalb Deutschlands einer der wichtigsten Standorte für Medizintechnik und Pharma ist – eine entscheidende Voraussetzung für das gute Entwicklungspotenzial der personalisierten Medizin im Land. 

Beim Besuch des Zentrums für personalisierte Medizin (ZPM) in Tübingen gewannen die JournalistInnen die Erkenntnis, dass Baden-Württemberg bundesweit am weitesten mit dem Aufbau interdisziplinärer Zentren wie dem ZPM vorangeschritten ist. An allen Universitätskliniken – Heidelberg, Ulm, Tübingen und Freiburg – sind diese verankert, untereinander findet ein reger Austausch statt. Während der Pressereise kam immer wieder deutlich heraus, dass die Einzelfallbehandlung, besonders bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, von der Zusammenarbeit interdisziplinärer Ärzte- und Wissenschaftlerteams profitiert. Anschaulich wurde es beim Werner Siemens Imaging Center der Universität Tübingen, wo unter anderem zur Visualisierung von Tumoren geforscht wird. 

Auch verschiedene Firmen in Baden-Württemberg sind mit der personalisierten Medizin befasst. Die Geschäftsführerin Dr. Saskia Biskup und ein Mitarbeiter des vielfach ausgezeichneten Diagnostikunternehmen CeGaT GmbH in Tübingen stellten ihre innovative Form umfassender Erbgutanalysen vor, die auf aktuellen Hochdurchsatz-Sequenziertechnologien basieren. Krankheitsverursachende Veränderungen im Erbgut können so aufgedeckt werden. Einen nochmal anderen Blick bekamen die JournalistInnen bei Roche in Mannheim, einem der größten Pharmaunternehmen der Welt. Auch dort wird personalisierte Medizin im Bereich der Medikamentenherstellung intensiv vorangetrieben unter dem Motto „ein Medikament, ein Patient“.

Der Besuch beim deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg beinhaltete eine Laborführung zum Thema Genomsequenzierung und bot den JournalistInnen auch eine gute Gelegenheit, Bildmaterial für deren Berichterstattung zu sammeln. 

Um die ethischen Fragen rund um die personalisierte Medizin zu beleuchten, hatte sich die Projektgruppe Nexus Experiments des Exzellenzclusters BrainLinks- BrainTools der Universität Freiburg etwas ganz Besonderes für die JournalistInnen ausgedacht: Einen Science Jam, bei dem eine Puppenspielerin aus Sicht einer Brustkrebspatientin zwei Wissenschaftler der Uni Freiburg zu ihren Heilungschancen auf der Bühne befragte und dabei auch ethische Fragen aufwarf. 

Zum Abschluss hatten die JournalistInnen die Gelegenheit, auf der Schifffahrt im Rahmen der Lindauer Nobelpreisträgertagung mit Nachwuchswissenschaftlern und Nobelpreisträgern aus der ganzen Welt zusammenzukommen. Die Tagung legte in diesem Jahr den Fokus auf Medizin und Physiologie und erlaubte so, sich über weitere Themen der Medizinforschung in Baden-Württemberg zu informieren. Ein besonderes Highlight war dabei das Interview der TeilnehmerInnen mit Ministerialdirektor Ulrich Steinbach aus dem baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.


Dr. Gunnar  Grah

Dr. Gunnar Grah

Branchen, Technologiefelder, Innovationsplattform
Baden-Württemberg
Themenfeld Life Sciences und Gesundheitswirtschaft

Tel.: +49 (0) 711 22787-932
Fax: +49 (0) 711 22787-22
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Leonie  Rörich

Leonie Rörich

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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