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EU-Kommissar Oettinger: „Gäbe es die Landesagentur bw-i nicht schon, müsste man sie erfinden.“

Beim 25. Jubiläum der Jahrestagung der baden-württembergischen Wirtschaftsförderer wurden Lösungswege zu den drängenden Herausforderungen von Globalisierung und Digitalisierung für das Standortmanagement präsentiert.

bw-i-Geschäftsführer Kai Schmidt-Eisenlohr, EU-Kommissar Günther Oettinger, Alexander Baumann, Oberbürgermeister der Stadt Ehingen (von l. nach r.)

Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer von bw-i

Dr. Ulrich Theileis, Stellv. Vorsitzender des Vorstands L-Bank

Dr. Hans-Joachim Hauser, Leiter der Abteilung Mittelstand im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

In seinem Vortrag „Baden-Württemberg: Eine starke Region in Europa“ betonte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal, dass für Baden-Württemberg eine Struktur essentiell sei, um erfolgreich im Werben um die besten Köpfe zu sein. Denn trotz guter wirtschaftlicher Bedingungen mache die geringe Arbeitslosigkeit im globalen Wettbewerb den Fachkräftemangel in Baden-Württemberg nicht mehr wett. „Die eigene Wahrnehmbarkeit ist durch eine kluge Partnerschaft von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu sichern“, sagte er. bw-i sprach Oettinger dabei eine wichtige Rolle zu: „Gäbe es die Landesagentur bw-i nicht schon, müsste man sie erfinden.“

Zum 25. Mal lud Baden-Württemberg International (bw-i) gemeinsam mit der L-Bank am 8. Dezember 2017 die baden-württembergischen Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer nach Stuttgart. Die Veranstaltung, die im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfand, war mit 170 Teilnehmern gut besucht. Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer von bw-i, unterstrich die Bedeutung weltweiter Aktivitäten zum Auf- und Ausbau internationaler Partnerschaften für Baden-Württemberg. Angesichts verschiedener politischer Ereignisse weltweit, ob Brexit oder die Regierung Trump, sei es wichtig, keine Kontakte abreißen zu lassen, sondern die Bande zu stärken. Der bw-i-Geschäftsführer dankte den regionalen Wirtschaftsförderungen für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. „Ohne Sie können wir es nicht hinkriegen“, sagte er.

Unter dem Titel „Zusammen erfolgreicher in Europa“ ermutigte Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Norbert Höptner, Europabeauftragter der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg dazu, die europäischen Fördermöglichkeiten zu nutzen. „Engagement lohnt sich“, sagte er. Im Rahmen der EU-Wachstumsstrategie 2020 existierten zahlreiche Förderprogramme und Netzwerke wie der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) oder das Enterprise Europe Network. „Sie sind nah an den Unternehmen und können Europa positiv rüberbringen“, gab Höptner den Wirtschaftsförderern mit auf den Weg.

Dr. Ulrich Theileis, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, stellte Instrumente wie die Kredit- und Eigenkapitalvergabe zur Unterstützung von Existenzgründern und etablierten Unternehmen vor. Besonders ging er aber auf Neugründungen ein. „Die Gründungsfinanzierung ist risikoreich und kleinteilig. Die so entstehende Innovationslücke füllt die L-Bank.“ Theileis erwähnte auch die von der L-Bank entwickelte MikroCrowd, mit der besonders kleine Startups gefördert werden.

Wie ein Großunternehmen zu seinen Flächen kommt, berichtete exemplarisch Albrecht Fischer, Direktor Zentralabteilung Anlagen und Bauten bei der Robert Bosch GmbH. Unterstützen könnten die Wirtschaftsförderungen Unternehmen bei den Vorsondierungen mit der Kommune, beim Genehmigungsverfahren und der Öffentlichkeitsarbeit. Als Best-Practice-Beispiele behandelte Fischer Renningen, Schwieberdingen und Abstatt. Zehn Jahre nach der Ansiedlung von Bosch arbeiten in Abstatt mittlerweile 6000 Mitarbeiter. „Die rechtzeitige wirtschaftliche Flächenbereitstellung ist ein entscheidender Beitrag zum Firmenerfolg“, so Fischer.

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis lieferte Alexander Baumann, Oberbürgermeister der Stadt Ehingen. Die Standortentwicklung Ehingens zeigte er unter anderem am Businesspark Ehingen Donau auf, der als Folgenutzung des insolventen Unternehmens Schlecker entstanden und neue Arbeitsplätze geschaffen habe. Baumann sprach auch das Fachkräftethema an. „Die Gewinnung von Fachkräften aus der Zuwanderung heraus ist auch in Ehingen von Bedeutung.“ Besonders die EU-Binnenwanderung spiele eine Rolle.

Dr. Hans-Joachim Hauser, Leiter der Abteilung Mittelstand im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, konzentrierte sich in seinem Vortrag „Fit für die Zukunft“ auf die Bereiche, in die es künftig zu investieren gelte. Ziel müsse es für das Land sein, in der Wirtschaft 4.0 und beim Thema Startup eine Vorreiterrolle einzunehmen. Hauser: „Mit bw-i gemeinsam wollen wir Startup-Ökosysteme vorantreiben, zum Beispiel mit Hilfe von Festivals wie jüngst mit Slush in Helsinki im Rahmen der Landeskampagne Startup-BW.“


Thomas  Hofmann

Thomas Hofmann

Leiter der Abteilung Standort Baden-Württemberg
Investorenservice und Unternehmenskooperationen

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