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In Brasilien eröffnen sich Marktchancen in der Nachspielzeit

Unternehmer informierten sich auf dem Wirtschaftstag Brasilien in Bruchsal über die aktuelle wirtschaftliche Lage in dem WM-Land.

Jürgen Oswald (bw-i-Geschäftsführer), Roland Schäfer (Vorstandsvorsitzender Volksbank Bruchsal-Bretten), Cornelia Petzold-Schick (Oberbürgermeisterin von Bruchsal), Wolfgang Grenke (Präsident IHK Karlsruhe), Robert W. Huber (Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses der IHK Karlsruhe), Stefan Huber (Geschäftsführer WFG)

Der Wirtschaftstag Brasilien am 22. Mai 2014 in Bruchsal zeigte kleinen und mittelständischen Unternehmen Chancen und Stolpersteine bei der Markterschließung in dem südamerikanischen Land. Rund 30 Vertreter aus Unternehmen und Institutionen nahmen an der Veranstaltung teil, die von der Wirtschaftsförderung Bruchsal (WFG) sowie Baden-Württemberg International (bw-i) und der IHK Karlsruhe organisiert wurde.

Sie bot einen umfassenden Marktüberblick, Praxisbeispiele von Unternehmen und einen intensiven Erfahrungsaustausch. „Um Brasilien kommt man als Unternehmer nicht herum - und man muss erklären, warum“, so eröffnete WFG-Geschäftsführer Stefan Huber die Veranstaltung.

„Die Stadien sind alle fertig. Der ganze Rest aber noch nicht“, sagte Florian Steinmeyer von Germany Trade & Invest (gtai). Was die Gäste aus aller Welt in endlosen Staus und Funklöchern wohl als Zumutung erleben werden, eröffnet deutschen Unternehmen in der „Nachspielzeit“ immense Geschäftschancen: Ein erheblicher Teil der für die WM geplanten Infrastrukturprojekte wird erst in einigen Jahren realisiert. Brasilien floriert derzeit nicht mehr so stark wie die Jahre zuvor. „Die Stimmung ist nicht wirklich schlecht, jedoch hat sich die Euphorie gelegt“, berichtete Steinmeyer.

Jürgen Oswald, Geschäftsführer von bw-i, bot einen Überblick über das Brasilien-Engagement des Wirtschaftsförderers. So hat bw-i seit nahezu 20 Jahren das Land am Amazonas im Fokus: Zwischen 1995 und 2014 hat bw-i ingesamt 46 Außenwirtschaftsmaßnahmen in Brasilien durchgeführt. Dies bedeutet, dass in der Regel Brasilien zweimal im Jahr auf dem Programm steht, und bw-i das große Interesse der baden-württembergischen Wirtschaft am brasilianischen Markt aufgreift. So steht auch 2015 Brasilien wieder mit im Außenwirtschaftsprogramm.

Des Weiteren berichtete Oswald, dass mit dem bw-i-Angebot sowohl die Wirtschaftszentren des Landes wie Rio de Janeiro, Sao Paulo, Porto Alegre und Curitiba kennengelernt werden können als auch andere Regionen mit großem Wachstumspotenzial. Die baden-württembergische Delegation ist in bestimmten brasilianischen Regionen oftmals die erste Besuchergruppe aus einem deutschen Bundesland. Das war beispielsweise in Recife und Fortaleza an der Atlantikküste und in Manaus im Bundesstaat Amazonas der Fall. Wer frühzeitig vor Ort ist, bekommt oft hohe Aufmerksamkeit auf der Seite des Gastlandes.

Darüber hinaus gibt es zwischen Südbrasilien und Baden-Württemberg langjährige und enge Verbindungen, auf die sich die Unternehmen stützen können. Dass bw-i den dortigen Markt langfristig bearbeitet, wird auf brasilianischer Seite sehr positiv aufgenommen. Im südbrasilianischen Curitiba unterhält das Land Baden-Württemberg zudem Fachinformationszentren für Holztechnik und Möbelbau sowie Umwelt, um die Zusammenarbeit auf diesen Gebieten auszubauen. 

Michael Reck, Inhaber von Reck+Gass Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, berichtete über seine Erfahrungen in dem attraktiven Markt. Der Ingenieur betrat Brasilien zum ersten Mal 2009 mit einer bw-i Delegationsreise und knüpfte erste Geschäftsbeziehungen auf Kontaktbörsen in Rio de Janeiro, São Paulo und Porto Alegre. Weitere Meilensteine des Brasilienengagements von Reck+Gass waren ein Joint-Venture-Kooperationsvertrag im November 2009, die ersten großen eigenen Aufträge 2010, die Gründung der Tochtergesellschaft MRG und die Eröffnung des eigenen Büros mit deutschem Büroleiter in São Paulo 2011. Durch die Anstellung weiterer brasilianischer Mitarbeiter kam es seither zu mehr Aufträgen durch brasilianische Kunden und in der Folge seit 2013 zu Kooperationsverträgen mit Kunden vor Ort.

Die Liste der Kunden der brasilianischen Tochtergesellschaft MRG ist lang. Darunter befinden sich namhafte Unternehmen wie Kärcher, Agco, das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und das Goethe-Institut. „Das Ziel unserer Brasilientätigkeit war es zu Beginn, für deutsche Kunden in Brasilien tätig zu sein“, bilanzierte Reck seine Ausführungen. „Seit etwa eineinhalb Jahren hat sich dies gewandelt, und wir erhalten unsere Aufträge vermehrt von brasilianischen Kunden.“

Erfahrungsberichte von Wolfgang Grenke, Präsident der IHK Karlsruhe sowie Vorstandsvorsitzender der Grenke Gruppe, die 2012 ein Büro in Brasilien eröffnet hat, sowie von Alexander Berges von John Deere rundeten die Veranstaltung ab.

 


Ansprechpartnerin

Ines  Banhardt

Ines Banhardt

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Lateinamerika

Tel.: +49 (0)711 22787-59
Fax: +49 (0)711 22787-22
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