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Baden-Württemberg - Israel: Die Chancen einer Zusammenarbeit liegen in den sich ergänzenden Stärken beider Länder

Auf einer Delegationsreise nach Israel informierten sich Unternehmer aus dem Südwesten über Kooperationsmöglichkeiten in der Start-up-Nation.

Die rund 70-köpfige Delegation in Israel

Workshop zum Thema Industrie 4.0 in Tel Aviv

Kontakt- und Kooperationsbörse in Tel Aviv

Israel positioniert sich seit Jahren erfolgreich als Start-up-Nation. Und dies zu recht: mit über 6.000 Start-up-Unternehmen weist das Land eine sehr hohe Dichte an Neugründungen auf. Viele dieser Start-ups befinden sich im Großraum Tel Aviv, der ein lebendiges Ökosystem aufweist, um diese Kultur des Innovierens und Gründens weiter zu befördern. Auch der Staat Israel spielt hierbei eine wichtige Rolle und stellt umfassende finanzielle Mittel bereit. Venture Capital Fonds gehen gezielt in Hochschulen, um Innovationen aufzuspüren, die größten Universitäten des Landes haben ihre eigenen Technologietransferzentren, die Patente erfolgreich vermarkten. Die Unternehmensneugründungen finden vor allem im Technologiebereich statt und sind für Investoren und Unternehmen aus dem Ausland interessant.

„Israelis kennen den kürzesten Weg zur zweitbesten Lösung“

Von dieser sehr dynamischen Szene machte sich eine rund 70-köpfige Delegation aus dem deutschen Südwesten unter Leitung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vom 26. - 29. März 2017 ein eigenes Bild. Im Rahmen von Gesprächen mit bedeutenden israelischen VC-Gebern, Besuchen bei Inkubatoren, Pitches von Start-up-Unternehmen und einer Präsentation von Mobileye, das vor wenigen Tagen als bisher größter Exit eines israelischen Start-ups von Intel gekauft wurde, wurde schnell deutlich, dass Israelis dort besonders gut sind, wo die Idee das Produkt ist, wo es um visionäre und zukunftsweisende Technologien und Dienstleistungen sowie unkonventionelle Geschäftsmodelle geht und wo die Übertragbarkeit von Lösungen aus einem Bereich in den nächsten ungeahnte Anwendungsfelder eröffnet. Dies alles wissen die Gründer entsprechend schnell zu vermarkten und zu verkaufen, auch wenn es manchmal nur „der kürzeste Weg zur zweitbesten Lösung“ ist, worauf der Geschäftsführer der israelisch-deutschen AHK, Grischa Alroi-Arloser, in seinem Delegationsbriefing explizit hinwies.

Die Chancen liegen in einer „Complementary Collaboration“

Gerade hierin liegen enorme Chancen für die Zusammenarbeit. Was in Israel fehlt, damit kann Baden-Württemberg aufwarten: Sorgfalt und Perfektionismus, eine lange Tradition des Erfindens und Zugang zu Märkten weltweit. Baden-württembergische Unternehmen sind in Israel hoch angesehen, stellen sie doch in vielen Bereichen Best-Practice-Modelle dar. Entsprechend nachgefragt waren die Teilnehmer der Wirtschaftsdelegation dann auch als Gesprächspartner im Rahmen der Kontakt- und Kooperationsbörse sowie des Workshops zum Thema „Industrie 4.0“, den Baden-Württemberg International gemeinsam mit der AHK Israel im Rahmen der Delegationsreise in Tel Aviv organisierte.

Eine einfache Übertragung des israelischen Ansatzes auf Baden-Württemberg sei dennoch nicht möglich und auch nicht zielführend, darauf wiesen die Vertreter der Politik und auch die Teilnehmer in ihren Resümees der Delegationsreise gleichermaßen hin. Zum einen brauche sich auch Baden-Württemberg im Hinblick auf Innovationen nicht zu verstecken, zum anderen sind die kulturellen Unterschiede nicht einfach wegzudiskutieren. Wichtiger sei es, ausgehend von den Eindrücken der Reise die Stärken beider Länder zu kombinieren und zu einem erfolgreichen Ganzen weiterzuentwickeln, so dass die baden-württembergischen Unternehmen zukunftsfähig bleiben und die hier vorhandenen, technisch exzellenten Start-ups mit optimalen Chancen für den Erfolg auf dem Weltmarkt ausgestattet werden.


Ansprechpartnerin

Bettina  Klammt

Bettina Klammt

Stellvertretende Leiterin der Abteilung
Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft

Tel.: +49 (0)711 22787-943
Fax: +49 (0)711 22787-22
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