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Delegation aus dem Südwesten erkundet das Potenzial des indischen Markts

bw-i organisierte das Fachprogramm für die Indien-Reise der Landesregierung.

Besuch der Firma Schmalz in Pune (Foto: Staatsministerium BW)

Smart City Workshop in Pune

Besuch des baden-württembergischen Gemeinschaftsstandes auf der IMTEX in Bangalore durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.) und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (2.v.r.), (Foto: Staatsministerium BW)

Unter der Leitung des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann reiste eine 120-köpfige Delegation aus Baden-Württemberg vom 22. bis 29. Januar 2017 nach Indien. Die Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Presse besuchten die Standorte Pune, Mumbai und Bangalore. „Ich sehe aktuell ein Zeitfenster mit einer gewissen Dynamik in Indien“, kommentierte Kretschmann seine erste Reise auf den Subkontinent. „Das könnte auch entscheidend für deutsche Unternehmen sein, die hier einen Fuß in die Tür bekommen wollen.“ Der Ministerpräsident wurde von mehreren Mitgliedern der Landesregierung begleitet, darunter auch Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.  

Baden-Württemberg International (bw-i) organisierte das Fachprogramm rund um die beiden Schwerpunktthemen der Reise: „nachhaltige Stadtentwicklung“ und „innovative Technologien“. Mit einer ständig wachsenden Bevölkerung von derzeit 1,3 Milliarden Einwohnern steht Indien vor wirtschaftlichen, umweltpolitischen und sozialen Herausforderungen. Das Land antwortet mit ambitionierten Zielen.

Smart City – ein preissensitiver Markt mit großem Bedarf

Prognosen zufolge werden bis 2050 mehr als 50 Prozent der Inder in Großstädten leben. In 2015 initiierte daher die indische Regierung die 100 Smart Cities Initiative. 100 effiziente, nachhaltige und lebenswerte Städte sollen geschaffen bzw. ausgebaut werden. Die Teildelegation „nachhaltige Stadtentwicklung“, bestehend aus Fachvertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, informierte sich in Pune und Mumbai ausgiebig zu diesem Thema. Die Stadt Pune im Bundesstaat Maharashtra belegte im Smart City-Wettbewerb der indischen Regierung den zweiten Platz und gilt damit als eine der vielversprechendsten Städte unter den sogenannten  Smart Cities Indiens.

bw-i organisierte daher in Pune einen Smart City Workshop, bei dem sich baden-württembergische und indische Fachexperten zum Thema Smart Cities austauschten. Baden-Württemberg stellte Best Practices aus den Bereichen Wasser/Abwasser, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Energie sowie Mobilität vor. Die neue Verkehrsleitzentrale für das öffentliche Bussystem in Pune sowie eine Biogasanlage in Pune wurden von der Delegation besucht, um ein besseres Bild von den Gegebenheiten zu erhalten. Zudem halfen Gespräche mit deutschen Unternehmen, die im Bereich der Smart City-Ausschreibungen bereits Erfahrungen gesammelt haben, ein realistisches Bild von den Geschäftschancen zu bekommen. Vielerorts fehlt es noch an der Grundversorgung bzw. der Basis-Infrastruktur. Dennoch möchte Indien moderne Lösungen und Technologien einsetzen.

Erste konkrete Ausschreibungen hat die Stadt Pune bereits publiziert. Daraus ergeben sich grundsätzlich zahlreiche Geschäftschancen. Die Komplexität der Ausschreibungen erfordert jedoch in der Regel die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Technologien aus Deutschland sind sehr gefragt. Der gute Ruf der Produkte und Lösungen „made in Germany“ trifft in Indien jedoch auf einen äußerst preissensitiven Markt. Ein langfristiges Engagement der interessierten Unternehmen in Indien - nicht zuletzt bedingt durch Voraussetzungen im Hinblick auf Gewährleistungspflichten - wird von indischer Seite bei den Smart City-Projekten erwartet. Nicht unüblich ist es auch, in Vorleistung zu treten, indem man kostenlos Studien oder kleinere Pilotprojekte durchführt.  

Innovative Technologien in der Autoindustrie und im Maschinebau 

Bis 2030 sollen auf Indiens Straßen ausschließlich Elektroautos fahren. Der derzeitige Anteil von Elektroautos liegt jedoch bei lediglich rund einem Prozent. Für die Automobilindustrie setzt Indien damit ehrgeizige Ziele. Die Teildelegation „innovative Technologien“ widmete sich den Themen Automobilindustrie und Maschinenbau. Auf dem Programm standen Firmenbesuche und Gespräche mit deutschen und indischen Unternehmen und Organisationen aus den beiden Schwerpunktbranchen, darunter Mercedes-Benz, Schmalz, Tata Motors und Automotive Research Association of India.

Ziel dieser Gespräche war es, einen umfassenden Überblick über die Automobilindustrie in Indien zu erhalten. Im Vordergrund standen aktuelle Themen wie die Durchsetzung der Ziele der indischen Regierung bezüglich der Elektromobilität. Vor allem das Thema Aufbau einer Ladeinfrastruktur und der damit verbundenen Stromnetzstabilität wurde immer wieder diskutiert. Von besonderem Interesse für die Automobilzulieferer waren auch die Voraussetzungen, die baden-württembergische Unternehmen erfüllen müssen, um sich sowohl bei den indischen wie auch deutschen Autoherstellern als potenzieller Zulieferer registrieren zu können. Weiterhin wurde bei den Gesprächen häufig thematisiert, dass trotz des enormen Potenzials des indischen Automobilmarktes deutsche Unternehmen aufgrund der hohen Handelsbarrieren und des notwendigen Ausbaus einer entsprechenden Infrastruktur nach wie vor nur sehr zurückhaltend investieren.

In Bangalore rundete der Besuch der Maschinenbaumesse IMTEX das Fachprogramm der Teildelegation ab.


Ansprechpartnerinnen

Anna  Krywalski

Anna Krywalski

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereiche Indien, Australien und Baltische Staaten

Tel.: +49 (0)711 22787-936
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Sonja  Dube

Sonja Dube

Leiterin der Abteilung Wissenschaft, Forschung und Kunst

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