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Baden-Württemberg sucht den internationalen Dialog zum Thema Industrie 4.0

bw-i stellte zusammen mit Experten die Industrie-4.0-Kompetenz des südwestdeutschen Standortes auf drei Symposien in Japan und Korea vor.

Die baden-württembergische Delegation in Korea (v.l.n.r.): Beate Ando (bw-i), Hanna Müller (Allianz Industrie 4.0), Dr. Marc Leu (SAP), Prof. Dr. Dr.-Ing. Jivka Ovtcharova (KIT), Jürgen Oswald (bw-i), In-Sook Choi (bw-i), David Sehyeon Baek (GCCEI), Prof. Dr.-Ing. Rainer Würslin (Hochschule Esslingen), Sun-Hwa Park (AHK Korea) (Foto: AHK Korea)

Prof. Dr. Dr.-Ing. Jivka Ovtcharova auf dem Fachsymposium in Korea (Foto: AHK Korea)

Über 200 Teilnehmer besuchten das Fachsymposium in Tokio

Die Delegation tauschte sich mit Regierungsvertretern der japanischen Präfektur Kanagawa aus

Mit der Hightech-Strategie Industrie 4.0 soll die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch flächendeckende Vernetzung, Digitalisierung und echtzeitfähige Anwendungen, vor allem in der Fertigungs- und Prozessindustrie, gestärkt werden. Dass diese Initiative für anwachsende internationale Aufmerksamkeit gesorgt hat und ein enormes Potential für neue Kooperationen birgt, zeigte sich an der großen Resonanz, auf die drei Fachsymposien stießen, zu denen Baden-Württemberg International (bw-i) vom 3.9. bis 10.9.2016 in Japan und Korea eingeladen hatte. Weit über 400 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Fachverbänden waren in Tokio, Kitakyushu, einem großen Industriestandort im Süden Japans, und  Seoul gekommen, um sich darüber zu informieren, was führende Unternehmen, Forschungsuniversitäten und Hochschulen aus dem deutschen Südwesten unter dem Motto „Industrie 4.0: Land voller Ideen, die funktionieren“ anzubieten haben.

Von Vorteil erwies sich, dass bw-i bei allen drei Symposien auch namhafte Referenten aus den Zielländern zu Vorträgen eingeladen hatte. „Unser Ziel ist es, in einen nachhaltig angelegten Dialog mit diesen Ländern zur Hightech-Strategie Industrie 4.0 einzutreten, weil wir der Meinung sind, dass gerade diese Initiative eine starke internationale Dimension hat“, so Jürgen Oswald, Geschäftsführer von Baden-Württemberg International.

Wie sich im Verlauf der Reise herausstellte, wird das in diesen beiden ostasiatischen Ländern ähnlich gesehen. Ein stärkerer internationaler Austausch, so die Erwartung sowohl in Japan wie auch in Korea, soll einen Beitrag zur Steigerung der Produktivität der Industrien in diesen beiden Ländern leisten. Dies ist notwendig, um die gravierenden Folgen einer in beiden Ländern immer älter werdenden Bevölkerung auszugleichen. Die wachsende chinesische Konkurrenz trägt ihr Übriges dazu bei, zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen, um die eigene Konkurrenzfähigkeit zu erhalten. Dass selbst Weltunternehmen aus den Bereichen der Robotik und Elektronik in Japan wie Yaskawa Electric, die mit der Robotermarke Motoman zu den führenden Herstellern weltweit gehört, oder Mitsubishi Electric sowie Elektronik- und Telekommunikationsunternehmen wie LG CNS und SK Telekom in Korea, sich aktiv an dem Austausch mit den Gästen aus Baden-Württemberg beteiligten, zeigt, dass man den Umsetzungsstrategien zu Industrie 4.0 aus dem deutschen Südwesten im diesem Zusammenhang einiges zutraut.

Auf reges Interesse stieß in Japan wie in Korea der ganzheitliche Ansatz, mit dem in Baden-Württemberg das Thema im Rahmen der bereits im März 2015 ins Leben gerufenen „Allianz Industrie 4.0“, an der sich neben Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau und Produktionstechnik sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie auch Universitäten, Hochschulen der angewandten Wissenschaften und Gewerkschaften beteiligen, angegangen wird.

Der in Walldorf ansässige Software- und Technologiekonzern SAP wie auch das insbesondere für seine Hochleistungslaser bekannte Maschinenbauunternehmen Trumpf aus Ditzingen waren jeweils mit Fachvorträgern durch ihre Vertreter vor Ort, Dr. Marc Leu (SAP) und André Mahl (Trumpf), in die Programmgestaltung der Symposien eingebunden. Beide Unternehmen gehören dem Lenkungskreis der baden-württembergischen Landesinitiative Allianz Industrie 4.0 an. Angesiedelt ist diese Allianz beim Verband Maschinen- und Anlagenbau Baden-Württemberg (VDMA), dessen Präsident Manfred Wittenstein selbst ein Unternehmen aufgebaut hat, das weltweit führende Industrie-4.0-Lösungen anbietet.  

Prof. Dr.-Ing. Rainer Würslin, Dekan der Fakultät Mechatronik an der Hochschule Esslingen wurde nach seinem Vortrag jeweils eingehend zu den Ausbildungsgängen befragt, die an seiner Hochschule speziell für das Thema Industrie 4.0 angeboten werden. Nach Würslins Worten haben sich bereits mehrere Delegationen zu einem Besuch an seiner Hochschule angekündigt, um die sehr auf die betriebliche Praxis bezogenen Ausbildungsinhalte noch näher kennenzulernen. Dass Würslin in seinen Vorträgen auch immer wieder auf die Bedeutung der in Baden-Württemberg so starken kleinen und mittleren Unternehmen als Innovationstreiber verwies, sicherte ihm zusätzliche Aufmerksamkeit.

Prof. Dr. Dr.-Ing. Jivka Ovtcharova, Professorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dort Leiterin des Instituts für Informationsmanagement im Ingenieurwesen sowie Direktorin am FZI, stellte in ihren Vorträgen heraus, dass es sich bei der vierten industriellen Revolution nicht nur um smarte Technologien handelt, sondern mehr um die Art, wie Menschen diese nutzen. So stehen im Vordergrund Fragestellungen des menschlichen Verhaltens in intuitiver Interaktion mit Maschinen und Computern in Echtzeit und in einer fließenden Realität unter Berücksichtigung technologischer, informationstechnischer, wirtschaftlicher sowie sozialer Randbedingungen. Ziel ist es im digitalen Zeitalter, Menschen die Fähigkeit des vernetztes Denkens und Handelns und mit dem Blick für das große Ganze zu vermitteln und diese für die Praxis zu befähigen.

„Jetzt kommt es darauf an, dass wir die vielen Kontakte, die wir auf unserer Reise knüpfen konnten, für die Anbahnung konkreter Kooperationen auf Unternehmens- und Hochschulebene nutzen. Japan ist führend in der Robotik, Korea in der Elektronik und Unterhaltungsindustrie. In der nachhaltigen Zusammenarbeit mit diesen Ländern liegen für uns enorme Chancen“, so das Resumé von bwi-Geschäftsführer Oswald. 


Ansprechpartnerinnen

Beate  Ando

Beate Ando

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Japan, Korea, Taiwan

Tel.: +49 (0)711 22787-948
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 


In-Sook  Choi

In-Sook Choi

Wissenschaft, Forschung und Kunst
Länderbereiche ASEAN, Japan, Korea und Australien

Tel.: +49 (0)711 22787-981
Fax: +49 (0)711 22787-22
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