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Ist der China-Boom zu Ende?

bw-i informierte über die aktuellen Entwicklungen auf dem chinesischen Markt.

Veranstaltung in Pforzheim (v.l.n.r.): Dr. Hai Sun (bw-i), Jiawei Wang (Rödl & Partner), Martin Keppler (IHK Nordschwarzwald), Jürgen Oswald (bw-i)

Unter dem Titel „Ist der China-Boom zu Ende?“ organisierte Baden-Württemberg International (bw-i) zusammen mit der IHK Nordschwarzwald und der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg eine Informationsveranstaltung in Pforzheim am 20. Juni 2016 und eine in Villingen-Schwenningen am 23. Juni 2016. Im Mittelpunkt der beiden Veranstaltungen stand die Frage: Wie können sich baden-württembergische Unternehmen in Zeiten abflauender Konjunktur in China ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern?

Experten aus Wirtschaft und Recht erläuterten in Vorträgen die aktuelle Situation in China. Alle Rednern waren sich einig: Der China-Boom ist nicht zu Ende. Die Situation in China hat sich aber sehr wohl geändert, und Unternehmen müssen sich auf diese „neue Normalität“ wie es Sebastian May, Abteilungsleiter Einkaufs- und Vertriebsunterstützung der AHK Süd- und Südwestchina, nannte, einstellen. Neue Normalität bedeute, so May, dass die Zeiten eines zweistelligen Wirtschaftswachstums vorbei seien und längerfristig mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 6 bis 7 Prozent gerechnet werden müsse. Die chinesische Wirtschaft erlebe einen Strukturwandel weg vom exportorientierten Wirtschaftsmodell hin zu einer stärkeren Entwicklung des Binnenmarkts und der Serviceindustrie.

Wie können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten?
Auch hier waren sich die Experten einig: Es empfiehlt sich, die einzelnen Regionen separat zu betrachten, denn die Unterschiede sind groß. Das Wachstum in der Provinz Chongqing in Westchina liegt zum Beispiel bei elf Prozent, wohingegen das Wachstum in der nordostchinesischen Provinz Liaoning nur bei drei Prozent liegt.

Eine Diversifizierung beim Produkt, bei den Kunden sowie bei den Regionen wird für baden-württembergische Unternehmen zunehmend zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Wichtig ist auch das Thema Personal. Auch hier gilt es die Unterschiede zu Deutschland zu kennen und zu akzeptieren, so Tobias Off, Geschäftsführer von bw-i Nanjing: Eine jährliche Lohnsteigerung von sieben Prozent sei für chinesische Mitarbeiter nichts Ungewöhnliches. 

Einige Neuerungen in der Gesetzgebung könnten zu Erleichterungen führen.
Die rechtlichen Änderungen in China hat Jiawei Wang, Leiter des China Desk von Rödl & Partner, sehr deutlich hervorgehoben: Ausländische Unternehmen werden immer noch anders behandelt als chinesische Unternehmen, einige Erleichterungen sind durch das neue Investitionsgesetz und den Investitionslenkungskatalog sowie die geplanten Änderungen im Doppelbesteuerungsabkommen in Aussicht gestellt. Der bürokratische Aufwand für die Geschäftslizenz wurde ebenfalls vereinfacht. 

Wie kann der Markteinstieg in China gelingen?
bw-i-Experte Off erläuterte das Markteinstiegsinstrument von bw-i Nanjing, den Firmenpool. Unternehmen, die selbst noch nicht gründen möchten, rekrutieren mit Hilfe des bw-i-Büros in Nanjing einen oder mehrere Mitarbeiter. Diese werden fachlich von ihrem Arbeitgeber in Baden-Württemberg betreut, die gesamte Personalverwaltung erfolgt aber über bw-i Nanjing .

Die Möglichkeit, den chinesischen Markt über ein Handelshaus zu bearbeiten, wurde von Frank-Christian Raffel, Geschäftsführer von MelchersRaffel, dargestellt. Er beschrieb die Unterstützungsmöglichkeiten durch sein Unternehmen, das über 150 Jahre Erfahrung im China-Geschäft verfügt. 

Wichtig bei einem Engagement in China ist aber auch, die interkulturellen Unterschiede zu kennen und zu beachten, so Dr. Hai Sun von Baden-Württemberg International. 

Die nächste Veranstaltung zu diesem Thema findet am 26.9.2016 zusammen mit der IHK Reutlingen in Reutlingen statt.


Ansprechpartnerin

Beate  Ando

Beate Ando

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Geschäftsfeldentwicklung China

Tel.: +49 (0)711 22787-948
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 


Anja  Kümmel

Anja Kümmel

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich China

Tel.: +49 (0)711 22787-935
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 



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