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Baden-württembergische Wissenschaftler diskutieren mit Nobelpreisträgern und Nachwuchsforschern aus 80 Ländern über Physik

Der Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg präsentierte sich auf der Nobelpreisträger-Schifffahrt und der Abschlussveranstaltung der 66. Lindauer Nobelpreisträgertagung internationalen Spitzenforschern.

Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz im Gespräch mit einer Landessiegerin von Jugend Forscht (Fotos: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Theodor W. Hänsch im Austausch mit Wissenschaftlern der Universität Ulm

Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. William D. Philipps beim Picknick mit Jungforschern

Internationale Nachwuchs-Wissenschaflterinnen und -Wissenschaftler besuchten die Universität Stuttgart

„Die Lindauer Nobelpreisträgertagung am Bodensee ist ein wichtiges internationales Forum des Dialogs zwischen den Wissenschaftlergenerationen“, sagte Dr. Simone Schwanitz, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, anlässlich der Nobelpreisträger-Schifffahrt auf dem Bodensee. 

Das Land Baden-Württemberg lud am 1. Juli 2016 alle Teilnehmer der 66. Nobelpreisträgertagung zu einer Schifffahrt von Lindau auf die Insel Mainau ein. Der Südwesten präsentierte sich dort als attraktiver Wissenschaftsstandort. „In Baden-Württemberg finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Freiräume und Rahmenbedingungen, die für die Bearbeitung der globalen Herausforderungen und Zukunftsfragen notwendig sind", so Schwanitz. Insgesamt 29 Nobelpreisträger und rund 400 Jungforscher aus 80 Ländern waren an den Bodensee angereist. 

An Bord der „MS Sonnenkönigin“ organisierte Baden-Württemberg International (bw-i) eine Ausstellung zum Forschungsland Baden-Württemberg. Die Forschungsinstitutionen und Hochschulen stellten 22 Projekte aus verschiedenen Teilbereichen der Physik und ihrer angrenzenden Disziplinen vor. Ziel der Ausstellung war es, die Wissenschaftler des Landes in einen engen Austausch mit den Nobelpreisträgern und den Nachwuchsforschern zu bringen. 

Den größten Schwerpunkt bildeten Ausstellerprojekte der Photonik und der Nanotechnologien, die bw-i gemeinsam dem Cluster Photonics BW sowie dem Kompetenznetz Funktionelle Nanostrukturen zusammengestellt hatte: Die Vertreter der Universitäten und Hochschulen Aaalen, Esslingen, Freiburg, Heidelberg, KIT, Offenburg und Stuttgart deckten die gesamte Bandbreite der Forschung zu optischen Technologien ab. Der Ausstellungsbereich zum Thema Nanotechnologien zeigte die Bedeutung der interdisziplinären Forschung auf, insbesondere die Verknüpfung zur Biologie und Chemie. So waren mit den Universitäten Freiburg und Stuttgart die interdisziplinären Forschungsbereiche der Nano- und Biotechnologie präsent. Das Helmholtz-Institut Ulm stellte seine Arbeiten zu Batteriekonzepten und die Universität Tübingen ihre Projekte zur physikalische Chemie vor. Die Tübinger Wissenschaftler waren zudem mit einem Projekt im Bereich Umweltphysik vertreten.

Ein zweiter Bereich der Ausstellung widmete sich der Quantenforschung, ein Schwerpunktthema der Nobelpreisträgertagung. Teilnehmer dieses Ausstellungsbereichs waren die Mitglieder des Zentrums für integrierte Quantenwissenschaft und -technologie (IQST) mit den Universitäten Ulm und Stuttgart sowie das Heidelberger Zentrum für Quantendynamik und die Universität Konstanz. 

Ein Aspekt in der Ausstellung war, sich mit der Frage der didaktischen Vermittlung der Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. Hierzu lieferten die Pädagogischen Hochschulen (PH) Beiträge: Die PH Heidelberg mit einem Projekt zum Unterricht von Physik bei Straßenkindern in Kolumbien, die PH Schwäbisch-Gmünd mit einer interaktiven Plattform mit Knobelaufgaben für Schüler. Flankiert war die Didaktik als Ausstellungsunterthema durch die Lindauer Mediathek, welche digitale Medien und Materialien als Impulse für Lehramtsstudenten aufbereitet hatte.

Dass die Beschäftigung mit Naturwissenschaften bereits vor dem Studium mit Spaß und Erfolg verlaufen kann, zeigte zudem die Präsentation der Landessiegerin von Jugend Forscht Baden-Württemberg, die mit der PH Heidelberg zusammen ein Projekt zur Umweltphysik erstellt hatte. 

In allen Ausstellungsbereichen gab es regen Zulauf und Nachfragen zu den Projekten der baden-württembergischen Wissenschaftler, und auch Nobelpreisträger zeigten reges Interesse. Besondere Aufmerksamkeit für die Ausstellung erfolgte auch durch eine internationale Delegation von Journalisten führender Wissenschafts- und Wirtschaftsmedien Europas und Indiens. Die Pressevertreter besuchten auf Einladung von bw-i vier Tage lang innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. 

Die baden-württembergischen Aussteller nutzten die Gelegenheit, der aktuellen und künftigen Forscherelite ihre Projekte vorzustellen und sich in Fachgesprächen auszutauschen. Für viele Wissenschaftler aus dem Südwesten war das Zusammentreffen mit den internationalen Spitzenforschern eine bereichernde Erfahrung. 

Im Anschluss an die Tagung organisierte bw-i für elf internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ein hochkarätiges „Post Conference Programme“, das die Forscher zu verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen des Landes führte.  


Ansprechpartnerinnen

In-Sook  Choi

In-Sook Choi

Wissenschaft, Forschung und Kunst
Länderbereiche ASEAN, Japan, Korea und Australien

Tel.: +49 (0)711 22787-981
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 




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