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Automatisierung sichert die Produktion in Hochlohnländern

Über 100 Teilnehmer besuchten das Wirtschaftsforum „Fertigung der Zukunft - Japan und Baden-Württemberg, starke Partner im Maschinen- und Anlagenbau“.

Die Referenten (v.l.n.r.): Ullrich Möllmann (Dürr Systems), Jürgen Oswald (bw-i), Generalkonsul Hidenao Yanagi (japanisches Generalkonsulat München), Staatssekretär Peter Hofelich, Olaf Kramm (Fanuc Deutschland), Masayoshi Watanabe (JETRO), Masahiro Nakano (Freudenberg)

Podiumsdiskussion über die Fertigung der Zukunft (v.l.n.r.): Beate Ando (bw-i), Masahiro Nakano (Freudenberg), Ullrich Möllmann (Dürr Systems), Olaf Kramm (Fanuc Deutschland), Masayoshi Watanabe (JETRO), Jürgen Oswald (bw-i)

„Der Maschinen- und Anlagenbau ist sowohl in Japan als auch in Baden-Württemberg eine tragende Säule der Wirtschaft“, sagte Staatssekretär Peter Hofelich bei der Eröffnung des Wirtschaftsforums „Fertigung der Zukunft - Japan und Baden-Württemberg, starke Partner im Maschinen- und Anlagenbau“.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und das japanische Generalkonsulat München luden in Kooperation mit Baden-Württemberg International (bw-i) und der Japan External Trade Organization (JETRO) zu dieser Veranstaltung am 20.1.2016 nach Stuttgart. Über 100 deutsche und japanische Interessenten aus der Wirtschaft und Politik nahmen an dem Forum im Haus der Wirtschaft teil.

Beide Länder haben, so führte Staatssekretär Hofelich weiter aus, forschungsstarke und hoch innovative Unternehmen, die viel Potential für Zusammenarbeit bieten. Neben stabilen politischen und verlässlichen rechtlichen Rahmenbedingungen, einer hervorragenden Infrastruktur sowie einem hohen Bildungsstand bieten Japan und Baden-Württemberg auch die Technologie- und Marktführerschaft in wichtigen Zukunftsbranchen.

Dies sind laut Olaf Kramm, Geschäftsführer von Fanuc Deutschland GmbH, wichtige Faktoren, um als Produktionsstandort der Zukunft bestehen zu können. Die Firma Fanuc ist einer der größten Roboterhersteller der Welt und hat mit einer Relation von vier Robotern pro Mitarbeiter einen Automatisierungsgrad erreicht, der für viele Unternehmen noch in weiter Ferne liegt. Fanuc produziert sehr erfolgreich ausschließlich in Japan, einem der teuersten Lohnländer der Welt, und sieht keine Gefahr für den Produktionsstandort Japan. Fanuc hat seine Deutschlandzentrale in Neuhausen auf den Fildern und investiert in diesem Jahr 23 Millionen Euro in diesen Standort, an dem sich ein Vertriebs- und Technikzentrum befindet. Baden-Württemberg, so Kramm, sei ein sehr guter Standort und biete sehr viele Kunden.

„Der Standort Japan galt viele Jahre als abgeschottet und unrentabel“, sagte Masayoshi Watanabe, Generaldirektor der JETRO. Aber in den vergangenen Jahren hat sich das Investitionsklima in Japan verändert. Um den Standort Japan zu stärken und international attraktiver zu machen, hat die japanische Regierung zum Beispiel beschlossen, die Körperschaftssteuer schrittweise abzusenken, berichtete Generalkonsul Hidenao Yanagi vom japanischen Generalkonsulat München.

Einen außergewöhnlichen Weg der Investition schlug die Weinheimer Freudenberg-Gruppe in Japan ein. Masahiro Nakano, Senior Projektmanager der Freudenberg & Co. KG, skizzierte im Rahmen der Investitionsstrategie von Freudenberg die öffentliche Übernahme der Japan Vilene Company durch Freudenberg SE und den japanischen Partner Toray. Als Schlüssel für den Erfolg der jahrzehntelangen Aktivitäten in Japan nannte Nakano die Werte der Freudenberg-Strategie: Respekt, Vertrauen und Freundschaft.

Auch die Firma Dürr Systems GmbH sieht Japan als sehr attraktiven Markt und hat deshalb 2014 in ein Technologiezentrum investiert. Um auch auf anderen Märkten wie etwa in Südostasien japanische Autohersteller beliefern zu können, ist es unerlässlich, den Zugang zur Firmenzentrale zu haben. „Die Informationen, die wir an das Headquarter in Japan geben, werden von dort direkt an die Auslandsgesellschaften weitergegeben. Der Kontakt zum Headquarter ist ein Muss, um Geschäfte auf Drittmärkten mit japanischen Unternehmen machen zu können“, versicherte Ullrich Möllmann, Produktmanager bei Dürr Systems GmbH.

Die Zusammenarbeit mit Japanern auf Drittmärkten habe auch Baden-Württemberg International als wichtiges Thema erkannt und werde es bei seinen Außenwirtschaftsaktivitäten berücksichtigen, versicherte Jürgen Oswald Geschäftsführer von bw-i.

Alle Referenten waren sich einig, dass die Produktion der Zukunft auch weiterhin sowohl in Baden-Württemberg als auch in Japan stattfinden werde und dass in einigen Branchen sogar der Weg zurück in das Heimatland zu erkennen sei.


Ansprechpartnerin

Beate  Ando

Beate Ando

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Japan, Korea, Taiwan

Tel.: +49 (0)711 22787-948
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 




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