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Brasilien – ein aktuell schwieriger Markt mit langfristigem Potenzial

bw-i lud baden-württembergische Unternehmen zu einer Informationsveranstaltung über den Nordosten Brasiliens und Bahia.

bw-i-Geschäftsführer Jürgen Oswald begrüßte die Teilnehmer der Informationsveranstaltung Brasilien

Brasilien steckt in der Krise: Die Wirtschaft ist auf Schrumpfkurs, die Politik wird von Korruptionsskandalen erschüttert. Dennoch bleibt die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt das Kraftzentrum Südamerikas – und bietet Unternehmen mit langem Atem nach wie vor große Chancen. Die Abwertung des Reals macht Brasilien wieder als Exportstandort für den Weltmarkt interessant. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die brasilianischen Unternehmen in Infrastruktur, Logistik, Energie und Digitalisierung investieren. Für deutsche Mittelständler können sich hier gute Chancen ergeben. Langfristig gesehen kann sich eine Marktpräsenz in Brasilien weiterhin auszahlen. 

Vor diesem Hintergrund lud Baden-Württemberg International (bw-i) am 19. Januar 2016 ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart zu einer Informationsveranstaltung über den Nordosten Brasiliens mit den Bundesstaaten Ceará, Pernambuco und Bahia. Der Nordosten ist in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen und hat den Süden des Landes weit hinter sich gelassen. 

In ihren Grußworten betonten bw-i-Geschäftsführer Jürgen Oswald und Bernd Reuter, Leiter des Referats Außenwirtschaft im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, die Beziehungen zwischen dem brasilianischen Nordosten und dem deutschen Südwesten. So besteht seit September 2014 eine Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Pernambuco, des Weiteren wurden diese Bundesstaaten in den vergangenen drei Jahren mehrfach im Rahmen von Delegationsreisen besucht. 

Betina Sachsse, Regional Manager Brasilien beim Lateinamerika Verein, stellte das Geschäftspotential der Bundesstaaten Ceará und Pernambuco vor, während Ronaldo Dias, Präsident von Bahiafarma, den Wirtschaftsstandort Bahia präsentierte. Über ihre Erfahrungen in Brasilien berichteten Dr. Lars Ziegler, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei der Tecnaro GmbH in Ilsfeld, und Michael Reck, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Reck+Gass in Horb am Neckar. 

Tecnaro stellt aus Pflanzenresten Werkstoffe für die kunststoffverarbeitende Industrie her. In Brasilien produziert das Unternehmen Biokunststoffe aus Zuckerrohrabfall. Mit dem brasilianischen Partner SENAI-CIMATEC in Salvador hat Tecnaro eine Pilotanlage in Brasilien aufgebaut. Der Mittelständler übertrug dabei erfolgreich die eigene Technologie auf den lokalen Rohstoff Bagasse. Ein weiteres Tecnaro-Projekt ist die Weiterverarbeitung der Biokunststoffe. Die Automobilindustrie hat Zulieferteile aus Biokunststoffen zwar getestet, doch im Autobau werden neue Materialien nur zögerlich eingesetzt. Einfacher ging es im Bereich Haushaltswaren: Das brasilianische Unternehmen Coza hat eine Serie von Büroartikeln aus den Tecnaro-Biomaterialien entwickelt. 

Die Ingenieurgesellschaft Reck+Gass ist seit 2009 in Brasilien tätig. Geschäftsführer Reck erkundete den brasilianischen Markt zum ersten Mal 2009 mit einer Delegationsreise von bw-i und knüpfte erste Geschäftsbeziehungen auf Kontaktbörsen in Rio de Janeiro, São Paulo und Porto Alegre. Weitere Meilensteine des Brasilienengagements von Reck+Gass waren ein Joint-Venture-Kooperationsvertrag im November 2009, 2010 folgten die ersten großen eigenen Aufträge, 2011 dann die Gründung der Tochtergesellschaft MRG und die Eröffnung des eigenen Büros in São Paulo. Der Ausbau des Büros mit brasilianischen Mitarbeitern führte zu deutlich mehr Aufträgen von brasilianischen Kunden und seit 2013 auch zu Kooperationsverträgen mit Kunden vor Ort. Die Liste der Kunden der brasilianischen Tochtergesellschaft MRG ist lang: Darunter befinden sich namhafte Unternehmen wie Kärcher und AGCO, das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und das Goethe-Institut. 

Beide Manager zeigten sich optimistisch, dass sich die Wirtschaftslage in Brasilien ab 2017 wieder verbessern wird und man deshalb „am Ball bleiben“ sollte. 


Ansprechpartnerin

Ines  Banhardt

Ines Banhardt

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Lateinamerika

Tel.: +49 (0)711 22787-59
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 




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