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Israelischer Generalkonsul zu Gast in Stuttgart

Die „Innovationspartnerschaft Baden-Württemberg – Israel“ soll die Kooperation zwischen dem baden-württembergischen Mittelstand und israelischen Startup-Unternehmen befördern.

Der israelische Generalkonsul, Dr. Dan Shaham-Ben Hayun (Mitte), mit Vertretern von bw-i (Jürgen Oswald, Geschäftsführer, Bettina Klammt; links) und bwcon (Alf-Henryk Wulf, Vorsitzender des Vorstands, Till Hahndorf, Leiter der SIG Globalisierung)

Jürgen Oswald, Geschäftsführer von bw-i, betonte die großen Chancen der neuen Innovationspartnerschaft

Die Teilnehmer nutzten die Veranstaltung zum gegenseitigen Austausch

Im Februar 2015 reiste eine 44-köpfige Delegation unter Leitung der Minister Dr. Nils Schmid und Andreas Stoch nach Israel. Im Mittelpunkt  der Reise stand das Kennenlernen der lebendigen und erfolgreichen Startup-Szene des Landes. Um die während der Delegationsreise gewonnenen Impulse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und mögliche Ansatzpunkte einer vertieften Zusammenarbeit zwischen israelischen Start-up-Unternehmen und dem baden-württembergischen Mittelstand weiter auszubauen, lud  Baden-Württemberg International gemeinsam mit der Special Interest Group (SIG) Globalisierung des Branchennetzwerkes Baden-Württemberg: Connected e.V. am Mittwoch, den 24.06.2015, zu einer Veranstaltung in den Stuttgarter Hospitalhof ein. Der Einladung folgten sowohl Teilnehmer der Delegationsreise als auch zahlreiche weitere an Israel interessierte Wirtschaftsvertreter.

Einen sehr facettenreichen Einblick in die aktuelle Situation Israels erhielten die Teilnehmer in einem Einführungsvortrag des israelischen Generalkonsuls, Herrn Dr. Shaham-Ben Hayun. Schwerpunkte seiner Rede waren die politischen Entwicklungen in Israel und der Umgang mit den Gasfeldern, die im Mittelmeer entdeckt wurden. Die Funde böten Aussicht auf sinkende Elektrizitätskosten und neue Arbeitsplätze. Gleichzeitig finde die innenpolitische Diskussion um den besten Umgang mit den Ressourcen vor dem Hintergrund einer aus Sicht Israels düsteren Zukunftsperspektive statt, die von der erwarteten Lockerung der Sanktionen gegenüber dem Iran ausgehe. Nicht nur Israel sehe laut Dr. Shaham darin eine zunehmende Bedrohungslage für den gesamten Nahen Osten.

Dass die Hoffnung auf eine bessere Zukunft überwiege, zeigten jedoch die Themen, die die breit geführten Debatten bestimmten. Hier werde von etwa „neun Millionen Israelis mit 18 Millionen Meinungen“ über  zu hohe Lebenshaltungskosten leidenschaftlich diskutiert. Der Optimismus speise sich aus der Geschichte Israels, die immer wieder unvorhergesehene Wendungen brachte, auf die man mit Einfallsreichtum und Flexibilität reagieren musste.

Dieser kollektive Wesenszug, aus der Not eine Tugend zu machen, ist laut Boris Peltonen, Referent in der Wirtschaftsabteilung der israelischen Botschaft in Berlin, einer der Erfolgsfaktoren der „Startup-Nation“ Israel. Dazu zählten außerdem  Eigenschaften, die sich mit dem Wort „Chutzpeh“ umschreiben lassen – Dreistigkeit, Mut, Risikobereitschaft und eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber Hierarchien. Scheitern werde nicht als Versagen, sondern als Weg zu einer zweiten Chance verstanden. Doch bei aller Euphorie über den in den zurückliegenden Jahren zu verzeichnenden wirtschaftlichen Erfolg, der mit einem Bruttoinlandsprodukt von 287 Milliarden Dollar im Jahr 2014 das BIP aller Nachbarländer zusammen übersteigt, seien die Probleme nicht zu übersehen. Neben der Abhängigkeit vom Hightech-Sektor werden zwar mit dem Verkauf von Startup-Unternehmen riesige Summen erwirtschaftet, diese machten aber nur einige wenige Einzelne reich, während es nicht zu einer nachhaltigen Schaffung von Arbeitsplätzen komme.

Nachhaltiges und auf Langfristigkeit angelegtes Unternehmenswachstum zeichnet wiederum den baden-württembergischen Mittelstand aus. An die dominierenden Stärken beider Kulturen und Wirtschaftsstrukturen knüpft deshalb die Initiative  „Innovationspartnerschaft Baden-Württemberg-Israel“ an, die durch Bettina Klammt von Baden-Württemberg International vorgestellt wurde. Mittelpunkt dieser Initiative ist der nachhaltige und langfristige Ausbau der Beziehungen mit dem Ziel, Innovationen israelischer Startup-Unternehmen für den baden-württembergischen Mittelstand zugänglich zu machen – aus Sicht der Veranstalter eine Win-win-Situation für beide Seiten. Im Rahmen der Partnerschaft soll es im zweiten Halbjahr eine erste Maßnahme in Baden-Württemberg geben, darauf aufbauend wird Baden-Württemberg International im kommenden Frühjahr eine weitere Maßnahme in Israel durchführen.


Ansprechpartnerin

Bettina  Klammt

Bettina Klammt

Stellvertretende Leiterin der Abteilung
Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft

Tel.: +49 (0)711 22787-943
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 




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