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Anknüpfen an alte Kontakte: Wissenschaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und Iran werden wieder aufgebaut

Die von bw-i organisierte Reise für südwestdeutsche Hochschulen und Forschungsinstitute in den Iran war bereits die zweite Reise einer baden-württembergischen Delegation in die Islamische Republik innerhalb von drei Monaten.

Die baden-württembergische Delegation zu Besuch bei der University of Tehran

Baden-Württemberg International (bw-i) reiste vom 20. bis 26. November 2015 mit Vertreterinnen und Vertretern baden-württembergischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den Iran. Nach der großen Wirtschaftsdelegationsreise aus Baden-Württemberg, die Anfang September 2015 den Iran besuchte, kamen nun Vertreter von 12 Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung zu Kooperationsgesprächen nach Teheran und Isfahan.

Die deutsch-iranischen Beziehungen im Bildungsbereich haben eine lange Tradition. Bereits Mitte der 1960er Jahre gab es Pläne, eine Deutsch-Iranische Hochschule im Iran aufzubauen. Baden-Württemberg sollte damals federführend für Deutschland die Initiative übernehmen. Und bereits vor zehn Jahren war es wiederum eine Delegation aus Baden-Württemberg, die Universitäten in Teheran, Isfahan und Shiraz besuchte. Aufgrund der politischen Entwicklungen wurden zwischenzeitlich zahlreiche Projekte auf Eis gelegt und die bilateralen Beziehungen zwischen Professoren beider Länder haben sich auf wenige Kontakte reduziert.

Ziel der Reise war es, nach dem Abschluss des Atomabkommens im Juli und der bevorstehenden Aufhebung der Sanktionen im kommenden Jahr die wissenschaftlichen Beziehungen mit Iran wieder aufzubauen. Das Interesse auf iranischer Seite an der Delegation aus Baden-Württemberg war sehr groß. Dies lag auch an der Bandbreite der in der Delegation vertretenen Hochschultypen sowie der thematischen Ausrichtung der Delegationsteilnehmer. Neben Teilnehmern der Universitäten Stuttgart, Freiburg und Heidelberg, der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Esslingen, Reutlingen, Offenburg, Rottenburg und Stuttgart (Hochschule der Medien) sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Standort Mannheim) war die Fraunhofer-Allianz Energie über das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE ) in Freiburg und ein Experte der Transsolar GmbH aus Stuttgart vertreten.

Das Programm sah neben Hochschulbesuchen an den besten Universitäten des Landes in Teheran und Isfahan, Gespräche mit dem stellvertretenden iranischen Wissenschaftsminister Dr. Hossein Salar-Amoli sowie mit Präsidenten und Direktoren staatlicher Forschungseinrichtungen und Verantwortlichen für Clusterpolitik vor. Fachlich bot die baden-württembergische Delegation mit Experten aus den Bereichen Wassermanagement, Solarenergie, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei Gebäuden, Verpackungstechnologie, Gesundheit  (Medizin, Pflege, Biotechnologie), Robotics, BWL und Deutsch als Fremdsprache (Fachkurse für Ärzte und Ingenieure) eine gute Mischung aus verschiedenen Disziplinen.

Neben dem Aufbau von Doppelabschlüssen und gemeinsamen Studiengängen standen insbesondere kurze Austauschprogramme für Lehrende und Studierende im Fokus. Dass in Baden-Württemberg rund 300 Studiengänge mehrheitlich auf Englisch unterrichtet werden, ist für die iranische Seite besonders interessant und wird mittelfristig das Interesse an einem Studienaufenthalt im Südwesten noch vergrößern.

Im Rahmen eines Get-Togethers mit dem Titel „Towards economic growth: The role of diversity in higher education” wurde am Beispiel der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) gezeigt, wie eine diversifizierte Hochschullandschaft und die enge Verzahnung mit der Industrie zu wirtschaftlichem Erfolg führen kann. An der Veranstaltung, die mit Unterstützung der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer (AHK) und der Elmi-Karbordi Hochschule organisiert wurde, nahmen rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil.

Im Nachgang der Reise ist im Februar 2016 ein „Runder Tisch Iran“ mit baden-württembergischen Mitreisenden sowie weiteren Beteiligten aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen geplant, die Interesse an einer Kooperation mit dem Iran haben.


Ansprechpartnerin

Alexandra  Ahmed

Alexandra Ahmed

Wissenschaft, Forschung und Kunst
Länderbereich Naher Osten, Israel, Türkei

Tel.: +49 (0)711 22787-931
Fax: +49 (0)711 22787-66
E-Mail: 




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