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Südwestdeutsche Unternehmen loten Geschäftschancen in Südamerika aus

bw-i organisierte für Vertreter der baden-württembergischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eine Delegationsreise nach Chile und Brasilien.

Die Delegation in Santiago de Chile

Staatssekretär Hofelich und Schüler des „Liceo Industrial Chileno-Aleman“ in Santiago

Auszubildende des Instituts für Innovationen Elektrochemie des SENAI Paraná in Curitiba, Brasilien

Unter der Leitung von Peter Hofelich, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, besuchte eine südwestdeutsche Delegation vom 19. bis 25. April 2015 die Millionenmetropolen Santiago de Chile und Sao Paulo sowie Curitiba, die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Paranà.

„Chile und Brasilien gehören zu den wichtigsten Handelspartnern für Baden-Württemberg in Südamerika“, begründete Hofelich das Interesse an den beiden Märkten. Die Delegationsreise wurde von Baden-Württemberg International (bw-i) konzipiert und organisiert.

Auf dem Programm der Wirtschaftsdelegation standen Kontakt- und Kooperationsgespräche in Santiago de Chile sowie Sao Paulo, die individuell für die einzelnen an der Reise teilnehmenden Unternehmen organisiert worden waren, sowie Werksbesuche bei einem chilenischen sowie brasilianischen Unternehmen.

Chile - das Musterland in der Region

Vor allem Chile bietet in Südamerika gegenwärtig die besten Rahmenbedingungen für ein Engagement ausländischer Unternehmen: Gefestigte demokratische Strukturen, eine gute Wirtschaftsförderung und geringe Korruption machen den Andenstaat zum Musterland in der Region. Der Riesenmarkt Brasilien dagegen steckt derzeit in einer Krise und wird von Korruptionsvorfällen erschüttert, doch mittelfristig rechnen Experten mit einer Erholung der Wirtschaft.

Eröffnet wurde das Programm in Chile mit einer Präsentationsveranstaltung, in der Jürgen Oswald, Geschäftsführer von Baden-Württemberg International, den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg vorstellte und die teilnehmenden Unternehmen sich dem interessierten Fachpublikum präsentierten. Im Rahmen eines Round-Tables hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich intensiv mit Fachleuten der GIZ, des Fraunhofer CSET und der Banco Estado über die neue Energieagenda der chilenischen Regierung, deren Bedeutung für die Bevölkerung und die Wirtschaft und die daraus resultierenden Geschäftsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen auszutauschen.

Die Unternehmensvertreter aus dem Südwesten besuchten zudem die Firma Rivet, die Maschinen für den Transport von Materialien herstellt. Auf der Produktpalette stehen Tragrollen für Förderanlagen aus Metall oder Plastik, Flaschenzüge, Riemenspanner etc.; Rivet ist ein wichtiger Zulieferer für Minen und die Industrie und ist Repräsentant einiger deutscher Unternehmen.  

Im Rahmen eines Abendessens mit vor Ort ansässigen baden-württembergischen Firmenvertretern wie u.a. Bosch, Herrenknecht und Sowitec konnten sich die Teilnehmer aus erster Hand über den chilenischen Markt und dessen Struktur informieren.

Die Delegation besuchte auch die Technische Sekundarschule „Liceo Industrial Chileno-Aleman“ in Santiago, die von dem chilenischen Verband der Metallindustrie ASIMET getragen wird. Das Land Baden-Württemberg hat im Rahmen einer Kooperation mit dem Industrieverband ASIMET das Liceo über mehrere Jahre dabei unterstützt, das duale berufliche Ausbildungssystem einzuführen. Ziel des 1993 begonnenen deutsch-chilenischen Projektes war die Aus- und Fortbildung von Facharbeitern in den Bereichen Industriemechanik, Werkzeugbau, Elektrotechnik/Elektronik, Konstruktionsmechanik und Mechatronik. Heute ist das Liceo Industrial ein qualitativ hochwertiges und in ganz Chile anerkanntes Ausbildungszentrum.   

Brasilien - ein Land in der Krise

In Sao Paulo erhielt die Wirtschaftsdelegation eine Einführung zur aktuellen wirtschaftlichen Situation Brasiliens. Hier informierten Thomas Timm, Hauptgeschäftsführer der AHK Sao Paulo, sowie Oliver Döhne von der Außenwirtschafts- und Standortmarketingagentur des Bundes Germany Trade and Invest (gtai). Timm erwähnte, dass Deutschland nach dem Sieg der Fußballweltmeisterschaft in einem völlig neuen Licht dastehe und über die Fußballgrenzen hinaus einen positiven Eindruck hinterlassen habe. Deutsche Produkte und Technologien stünden sehr hoch im Kurs.

gtai-Exerte Döhne berichtete, dass in den kommenden zwei Jahren mit keinem Wirtschaftswachstum in Brasilien zu rechnen sei, aber dass Brasilien gewohnt ist, durch Krisen zu gehen und auch diese meistern wird. Ab 2017 rechne man wieder mit einem Aufschwung. Das Land steht in den Schlagzeilen aufgrund des Korruptionsfalls beim brasilianischen Ölmulti Petrobras, in den auch die Partei von Präsidentin Dilma Rousseff verwickelt ist. Die deutsch-brasilianische Industrie- und Handelskammer hob jedoch hervor, dass trotz der aktuellen Probleme jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich zu informieren und dann wieder in die Geschäfte einzusteigen.

In Sao Paulo besuchte die Delegation das brasilianische Unternehmen EA – Engineering Assembly. Das Unternehmen wurde 1997 mit vier Mitarbeitern gegründet und zählt heute 300 Mitarbeiter. EA, das u.a. einen Sitz in Weinstadt hat, ist ein dienstspezialisiertes Unternehmen, das Produktlösungen entsprechend der Bedürfnisse der Kunden anbietet und u.a. in der Automobilindustrie für Unternehmen wie Volkswagen, Honda, GM und weitere zuständig ist.


Ansprechpartnerin

Ines  Banhardt

Ines Banhardt

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Lateinamerika

Tel.: +49 (0)711 22787-59
Fax: +49 (0)711 22787-22
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