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Neue Geschäftschancen im Bereich Automobil und Aerospace in Mexiko

Baden-Württemberg International (bw-i) organisierte im Juli 2014 eine Wirtschaftsdelegationsreise unter Leitung von Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, an die mexikanischen Wirtschaftsstandorte Querétaro, León und Guadalajara.

Jaime Reyes Robles, Minister für Innovation, Wissenschaft und Technologie im Bundesstaat Jalisco / Mexiko, Staatssekretär Ingo Rust

Die Delegation besucht das VW-Werk in Léon

"Bienvenido a Mexico – willkommen in Mexiko“, dem neuen Dorado der Autokonzerne. In keinem Land investiert die Branche derzeit so viel in neue Fabriken oder erweitert ihre Werke so massiv wie in dem zentralamerikanischen Land. In den vergangenen zwei Jahren haben Autobauer Investitionen von insgesamt 8 Milliarden US-Dollar in Mexiko getätigt. Während die drei US-Konzerne General Motors (GM), Ford und Chrysler Fabriken in ihrer Heimat schließen, bauten sie bei ihrem südlichen Nachbarn aus. GM betreibt drei Werke und Ford und Chrysler jeweils zwei. Aber auch Europäer und Asiaten haben Mexiko als Markt entdeckt. Volkswagen hat 2013 seine zweite Fabrik gestartet, die VW-Tochter Audi eröffnet 2016 ein Werk, Mazda und Honda jeweils 2014. Auch Daimler eröffnet in Zusammenarbeit mit Nissan ein Werk vor Ort. So sollen 2017 der erste Infiniti, 2018 der erste Mercedes vom Band rollen. Das Land entwickelt sich zum wichtigsten Autoproduktionsstandort in Nordamerika und die Automobilindustrie spielt für den Export des Landes eine wichtige Rolle. Rund 21 Prozent aller Ausfuhren sind Fahrzeuge und Fahrzeugteile. Niedrige Löhne, gute Ausbildung, ausgebaute Infrastruktur und ein ausgedehntes Zuliefer-Netzwerk sind Gründe, weshalb die Autoindustrie immer mehr Wertschöpfung anzieht.

Die mexikanische Luft- und Raumfahrtindustrie zählt mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich über 20 Prozent zu einem der am schnellsten wachsenden dynamischsten Märkte des Landes. Bereits im Zeitraum von 1990 bis 2009 konnte das Land mit 33 Milliarden US-Dollar das weltweit höchste Investitionsvolumen in diesem Sektor anziehen. Bis 2020 wird laut dem mexikanischen Luftfahrtindustrie-Dachverband (Femia) das Wachstum um 40 Prozent steigen. Folgt man zudem den Investitionsankündigungen der internationalen Flugzeughersteller wie EADS, Boeing, Bombardier und Hawker Beechcraft, erfährt die mexikanische Luftfahrtbranche auch künftig einen konjunkturellen Aufschwung. Mexiko gehört inzwischen zu den wichtigsten Lieferanten des US-amerikanischen und europäischen Marktes.

Vor diesem Hintergrund besuchte vom 6. bis 13. Juli 2014 eine 25-köpfige Delegation bestehend aus Unternehmensvertretern, Verbänden und Politik die Wirtschaftsstandorte Querétaro (Bundesstaat Querétaro), León (Bundesstaat Guanajuato) und Guadalajara (Bundesstaat Jalisco), da sich diese Bundesstaaten immer mehr zu attraktiven Standorten für mittelständische Betriebe entwickeln. Auftakt der von bw-i gemeinsam mit dem Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) organisierten Reise war ein Besuch des German Centers in Mexiko-Stadt mit einem Briefing zur aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage des Landes durch Vertreter der deutschen Botschaft, der AHK Mexiko sowie GTAI Mexiko. Sehr interessant waren auch die kurzen Erfahrungsberichte der vor Ort ansässigen deutschen Mieter im German Center. Nächster Stopp war dann Querétaro, wo zum Auftakt das baden-württembergische Unternehmen Dürr besichtigt wurde, das seit 1966 in Mexiko tätig ist. An den Folgetagen fanden in Querétaro, León und Guadalajara Präsentationsveranstaltungen zum Thema „Automobil in Baden-Württemberg – ein starker Partner“ statt und auch die Aktivitäten des Forums Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg (LRBW) sowie des LVI wurden dargestellt. Die baden-württembergischen Unternehmer hatten jeweils die Möglichkeit, ihr Unternehmen vor einem Fachpublikum zu präsentieren sowie in individuellen Kontaktgesprächen auf mexikanische Gesprächspartner zu treffen, die im Vorfeld anhand der eigenen Vorgaben für sie ausgewählt wurden.

In León unterzeichnete Staatssekretär Ingo Rust, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, mit dem Ministerium für nachhaltige Wirtschaft des Bundesstaates Guanajuato, vertreten durch den Gouverneur des Staates Guanajuato, Miguel Márquez Márquez, sowie Wirtschaftsminister Héctor López Santillana, eine Absichtserklärung zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Eine weitere Absichtserklärung zwischen Baden-Württemberg und dem Ministerium für Entwicklung, Wissenschaft und Technologie, vertreten durch Minister Jaime Reyes Robles, wurde in Guadalajara unterzeichnet.

Das Programm wurde durch die Werksbesichtigungen des Motorenwerks von Volkswagen sowie des Werks von Continental in León sowie von Voit Automotive in Guadalajara abgerundet. In León wurde zusätzlich das Instituto Politécnico Nacional besucht, an dem junge Ingenieure im dualen Studiengang zu Ingenieuren ausgebildet werden.

Die Teilnehmer begrüßten die Verknüpfung von Wirtschaft und Politik und den umfassenden Einblick in die aktuelle Wirtschaftslage Mexikos, speziell im Hinblick auf die Branchen Automobil sowie Luft- und Raumfahrt. Für Oktober hat sich bereits der Gegenbesuch aus Mexiko angekündigt: Wirtschaftsminister des Bundesstaates, Héctor López Santillana, möchte den starken Partner Baden-Württemberg mit einer Delegation besuchen kommen.


Ansprechpartnerin

Ines  Banhardt

Ines Banhardt

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Lateinamerika

Tel.: +49 (0)711 22787-59
Fax: +49 (0)711 22787-22
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