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Experten aus Baden-Württemberg besichtigen als erste deutsche Wirtschaftsdelegation das japanische Atomkraftwerk Fukushima

Baden-Württemberg International (bw-i) organisierte eine Delegationsreise nach Japan zum Thema Rückbau von Atomkraftwerken und brachte Vertreter von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Südwesten in Kontakt mit japanischen Entscheidungsträgern in der Nuklearbranche.

Die Delegation beim Besuch der Nuklearanlage Hamaoka

Die Delegation informiert sich über den Stand des Rückbaus in Hamaoka

Experten aus Baden-Württemberg konnten als erste deutsche Wirtschaftsdelegation das havarierte  Atomkraftwerk in Fukushima, Japan besichtigen. Der japanische Atombetreiber Tepco erteilte der Gruppe aus dem Südwesten eine der seltenen Genehmigungen, die Anlage zu besuchen und  sich vor Ort über den aktuellen Stand der Rückbauarbeiten an den Atommeilern zu informieren. Der Besuch von Fukushima fand im Rahmen einer Delegationsreise nach Japan zum Thema Rückbau von Atomkraftwerken statt, die Baden-Württemberg International (bw-i) vom 1. bis 6. Dezember 2014 organisierte. Die Teilnehmer hatten zudem die Gelegenheit, die zum Teil im Rückbau befindliche Atomanlage Hamaoka rund 200 Kilometer südlich von Tokio zu besichtigen und Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Anlagenbauern Toshiba und Hitachi sowie der für den Rückbau der Atomkraftwerke zuständigen Behörden und Institutionen zu führen.   

Ziel der Reise war es, sich zum einen über die Rückbauaktivitäten in Japan zu informieren  sowie zum anderen die Kompetenzen und Technologien aus 30 Jahren Rückbau in Baden-Württemberg den japanischen Gesprächspartnern zu präsentieren und Geschäftschancen auszuloten. „Am Standort Baden-Württemberg haben wir bei diesem Thema eine jahrzehntelange Expertise, die auf der engen Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft und Forschung basiert“, sagt Beate Ando, zuständig für den Länderbereich Japan, Korea, Taiwan bei bw-i und Leiterin der Delegation.

Auf einem Symposium in Tokio hatten die Vertreter der Unternehmen Kraftanlagen Heidelberg GmbH (Heidelberg), TÜV Süd Energietechnik GmbH (Mannheim), Wälischmiller Engineering GmbH (Markdorf) und WAK Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe Rückbau- und Entsorgungs GmbH (Karlsruhe) sowie ein Wissenschaftler des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Möglichkeit, japanischen Entscheidungsträger ihr Know-how und ihre Technologien im Rückbau vorzustellen. Sie erklärten, wie Rückbau in Baden-Württemberg betrieben wird und wie die langjährigen Erfahrungen zu technischem Fortschritt und zu einer sicheren Abwicklung geführt haben. Mit dem KIT hat Baden-Württemberg den einzigen, allein für Rückbau zuständigen Lehrstuhl, so dass die Japaner auch über den aktuellen Forschungsstand und die Ausbildung informiert werden konnten.

Baden-Württemberg blickt auf fast 50 Jahre Erfahrungen in der Kernenergie mit fünf Leistungsreaktoren sowie einer Vielzahl von Forschungsreaktoren und nuklearen Einrichtungen zurück. Ein Großteil dieser Anlagen befindet sich derzeit im Rückbau bzw. im sicheren Einschluss. So ging 1966 der erste Mehrzweckforschungsreaktor ans Netz, der sich seit seiner Abschaltung 1984 im Rückbau befindet.  Auch das erste deutsche kommerzielle Kraftwerk Obrigheim, das 1968 ans Netz ging und 2005 abgeschaltet wurde, wird derzeit rückgebaut. Nach den Ereignissen von Fukushima wurden in Baden-Württemberg die Kraftwerke in Philippsburg  und in Neckarwestheim stillgelegt und mit dem Rückbau begonnen. Die beiden verbliebenen Leistungsreaktoren werden bis spätestens 2022  abgeschaltet. Darüber hinaus werden auf dem Gelände des ehemaligen Forschungszentrums Karlsruhe die nicht mehr benötigten Forschungseinrichtungen von der WAK GmbH zurückgebaut.

Mit dieser geballten Expertise sind die Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Südwesten in der Lage, den sicheren und nachhaltigen Rückbau speziell in Japan, aber auch weltweit zu unterstützen.  


Ansprechpartnerin

Beate  Ando

Beate Ando

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Japan, Korea, Taiwan

Tel.: +49 (0)711 22787-948
Fax: +49 (0)711 22787-22
E-Mail: 



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