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Interesse am Wirtschaftsstandort Ungarn wächst wieder: Erfolgreicher „Wirtschaftstag Ungarn“ in Bruchsal

Am 17.09.2013 veranstaltete die Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal in Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg International und der IHK Karlsruhe in den Räumlichkeiten der Bruchsaler Sparkasse Kraichgau für baden-württembergische Unternehmen einen „Wirtschaftstags Ungarn“.

Die zahlreich erschienen Teilnehmer bekundeten erneut das große und wiedererstarkende Interesse der baden-württembergischen Firmen am ungarischen Markt.

Der ungarische Wirtschaftskonsul Janós Horváth und die stellvertretende Geschäftsführerin der Deutsch-Ungarischen IHK Ilona Balogh informierten die Teilnehmer über Zukunftsbranchen, Geschäftschancen aber auch Risiken und Herausforderungen des mitteleuropäischen Marktes.

Mit ihren Erfahrungsberichten über die Bearbeitung des ungarischen Marktes standen sowohl mittelständische Unternehmen als auch der Global Player Daimler im Mittelpunkt des Wirtschaftstages.

Die bilaterale Wirtschaftsbeziehung zwischen Baden-Württemberg und Ungarn ist außerordentlich eng und intensiv. Im Jahr 2012 exportierte Baden-Württemberg Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 3,2 Mrd. Euro nach Ungarn. Damit belegte der mitteleuropäische Staat Platz 15 auf der Liste der wichtigsten Ausfuhrländer für Baden-Württemberg. Umgekehrt belief sich der Import aus Ungarn auf rund 5 Mrd. Euro. Zudem ist Ungarn bereits heute ein wichtiger Investitionsstandort für hiesige Unternehmen. Deutschland ist mit ca. 8.000 Unternehmen, die ganz oder teilweise mit deutschem Kapital gegründet wurden, der größte Direktinvestor in Ungarn. Davon stammen über 500 Unternehmen aus Baden-Württemberg, erklärte Jürgen Oswald, Geschäftsführer von Baden-Württemberg International.

Neben dem geplanten Ausbau der Automobilindustrie tragen Investitionstätigungen im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie Modernisierungsvorhaben in der Medizin- und Gebäudetechnik zu einem erhöhten Importbedarf bei, aus dem sich besonders für baden-württembergische Mittelständler ausgezeichnete Absatz- und Kooperationsmöglichkeiten generieren lassen.

Trotz der immer wiederkehrenden Negativ-Schlagzeilen, würden einer Umfrage der Deutsch-Ungarischen Handelskammer (DUIHK) zufolge ganze 71% aller ausländischen Direktinvestoren ihre Investitionsentscheidung in Ungarn wiederholen. Aufgrund diverser komparativer Wettbewerbsvorteile, die das Land vor allem innerhalb der MOE-Staaten herausragend positionieren, verwundere es kaum, dass „Ungarn - laut der im Mai 2012 veröffentlichten Rangfolge des Site Selection Magazine - das populärste Ziel für Investitionen in der osteuropäischen Region  ist“, so Herr Wirtschaftskonsul Janós Horváth, Generalkonsulat von Ungarn.

In der Diskussion im Anschluss an die Fachvorträge wurden auch die Schwierigkeiten, wie beispielsweise bürokratische Hemmnisse, angesprochen, die sich im Zusammenhang mit einem Engagement von KMU in Ungarn ergeben.


Ansprechpartnerin

Snjezana  Matijasec

Snjezana Matijasec

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Osteuropa
Internationale Messen

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