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Baden-Württemberg International organisiert Delegationsreise in den Norden Brasiliens sowie ins Amazonasgebiet

bw-i führte als erstes deutsches Bundesland vom 23.-28. September eine Delegationsreise für Unternehmer nach Fortaleza (Bundesstaat Ceará) und Manaus (Bundesstaat Amazonas) durch.

Der brasilianische Norden entwickelt sich seit Jahren über dem Durchschnitt, ist aber für deutsche Firmen noch weitgehend Neuland. Die Region wächst v.a. dank Investitionen in der Ölindustrie. Sinkende Arbeitslosigkeit, steigende Einkommen und eine damit einhergehende wachsende Kaufkraft wirken sich positiv auf zahlreiche Branchen aus. Wirtschaftliche Schwerpunktbranchen sind Industrie, Handel und Dienstleistungen, Bergbau und Agrobusiness. Großes Potenzial wird im Bereich der Erneuerbaren Energien gesehen.

Ziel der Reise war es, den baden-württembergischen Teilnehmern einen umfassenden Überblick über aktuelle Geschäftsmöglichkeiten im Nordosten Brasiliens sowie im brasilianischen Amazonasgebiet aufzuzeigen. Hierzu standen Kontaktgespräche mit brasilianischen Unternehmen sowie Firmen- und Projektbesichtigungen auf dem Programm.

Die sehr erfolgreichen Kontaktgespräche in Fortaleza – fünftgrößte Stadt von Brasilien – wurden von der AHK Sao Paulo organisiert. Des Weiteren stand das Generalkonsulat Recife, die GIZ Brasilien sowie die staatliche Entwicklungsagentur von Ceará unterstützend zur Seite.

Im Großraum Fortaleza wurde der Hafen Pecém mit internationalem Seehafenterminal für Containerschiffe und einem Terminal für Flüssigprodukte besucht. Um den Hafen herum hat sich ein Industriegebiet mit dem Status einer Exportverarbeitungszone angesiedelt. Hier sind Unternehmen weitgehend von indirekten Steuern befreit. Des Weiteren wurde die Firma Wobben Windpower, brasilianischer Windenergieanlagenhersteller, der zur deutschen ENERCON Gruppe gehört, besucht. Hier werden Schaufelräder für Windtürme hergestellt und das Unternehmen bietet ähnlich wie in Deutschland neben der Unterstützung bei der Projektentwicklung auch seinen langjährigen Service bei der Wartung der Windenergieanlagen an. Als letzte Firmenbesichtigung stand Durametal auf dem Programm, eine brasilianische Firma, die Bremstrommeln, Bremsscheiben und Radnaben für Lastwagen herstellt. Zu den größten Kunden zählen VW, MAN und Daimler. Von Daimler erhielt Durametal eine Auszeichnung als bester Lieferant in der Kategorie Metall.

In Manaus haben sich ca. 600 Firmen angesiedelt, darunter deutsche Firmen wie Faber-Castell, Voith Hydro, die Mann+Hummel Gruppe und Continental. Manaus ist jetzt schon die reichste Stadt im Norden Brasiliens und nach Sao Paulo und Rio de Janeiro zur drittgrößten Wirtschaftsmetropole des Landes herangewachsen. In Manaus wurde die Delegation vom deutschen Honorarkonsul, Vertretern der Freihandelszone SUFRAMA und dem Landesminister für Planung und Entwicklung des Bundesstaates Amazonas begrüßt. Kontaktgespräche in Manaus mit erfolgreichen Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmer wurden von der AHK Rio de Janeiro organisiert. Die Unternehmergruppe besuchte in Manaus Honda, mit 10.000 Mitarbeitern eine der größten Motorradfabriken der Welt und größter Arbeitgeber am Amazonas. Zu Spitzenzeiten rollt alle zwölf Sekunden eine neue Honda von der Fertigungslinie und die enormen Stückzahlen gehen in erster Linie in den brasilianischen Markt. Anschließend wurde noch Filterproduzent Mann + Hummel aus Ludwigsburg besucht. Das Unternehmen kam auf Wunsch von Honda in den Bundesstaat Amazonas und stattet heute rund 60 % der dort gefertigten Motorräder mit Filtern aus.

Die Teilnehmer bewerteten die Reise in den Nordosten Brasiliens sehr positiv und begrüßten, dass eine Reise außerhalb der klassischen Wirtschaftsstandorte im Süden angeboten wurde. Von brasilianischer Seite hat sich der Industrieverband des Bundesstaates Amazonas mit einer Wirtschaftsdelegation zum Gegenbesuch in Baden-Württemberg angekündigt, um die Geschäftsmöglichkeiten des Bundesstaates in Baden-Württemberg vorzustellen.


Ansprechpartnerin

Ines  Banhardt

Ines Banhardt

Außenwirtschaft und Standortmarketing Wirtschaft
Länderbereich Lateinamerika

Tel.: +49 (0)711 22787-59
Fax: +49 (0)711 22787-22
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