Gesellschaft für internationale wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit
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„Forschung, Entwicklung und Innovationen sind die Grundlage des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolges von Baden-Württemberg. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und auch die Gewinnung hervorragender Studierender und junger Wissenschaftler aus dem Ausland spielen hierbei eine wesentliche Rolle“, sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg als Vertreter der Landesregierung am 3. Juli anlässlich der Abschlussveranstaltung der 59. Nobelpreisträgertagung auf der Insel Mainau. Die Gestaltung des Abschlusstages als Begegnung von Wissenschaftsgenerationen sowie von Unternehmen und Wissenschaft des Landes geht auf die Initiative von Ministerpräsident Günther H. Oettinger vom letzten Jahr zurück. Dabei erhalten besonders junge Forscher - die Landessieger im Wettbewerb „Jugend forscht“ - die Möglichkeit, ihre Projekte zu präsentieren und mit den Großen ihres Fachs in Kontakt zu kommen.
Die jährlich statt findende Tagung dient dem Austausch zwischen Nobelpreisträgern und Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt. In diesem Jahr haben 23 Nobelpreisträger und 580 Nachwuchswissenschaftler des Fachbereichs Chemie aus 67 Ländern daran teilgenommen. Zum Abschluss der Veranstaltung haben das Land Baden-Württemberg und die gräfliche Familie Bernadotte die Laureaten und Nachwuchswissenschaftler zusammen mit hochrangigen Vertretern des Landes aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu der traditionellen Schifffahrt und auf die Insel Mainau eingeladen.
Dialog zwischen den Forschergenerationen
„Das Gespräch mit Nobelpreisträgern inspiriert die Nachwuchsforscher und die Diskussion mit Vertretern der jungen Generation ist erfrischend für die Weltklasse-Forscher. Es gibt kaum eine Veranstaltung, die die Motivation zur Spitzenforschung so sehr erhöht wie dieses Treffen“, betonte Wissenschaftsminister Frankenberg.
„Es ist mir wichtig, dass begabte Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher aus aller Welt Baden-Württemberg kennen lernen und mit Wissenschaftlern im Land ins Gespräch kommen“, erläuterte der Minister. Das Wissenschaftsministerium lade daher im Anschluss an die Tagung 20 internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu einem viertägigen „Post Conference Program“ ein. Auf dem Programm stünden dabei Besuche von Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Organisation übernähme die Gesellschaft für internationale wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit (bw-i).
Mit Hilfe der Wissenschaft die Fragen unserer Zeit beantworten
Die Nobelpreisträgertagungen richteten sich alle drei Jahre im Wechsel an die Laureaten in Physik, Chemie und Medizin. In diesem Jahr träfen sich die Chemie-Nobelpreisträger, um unter anderem über die Themen Klimawandel und erneuerbare Energien zu diskutieren. „Wir werden nur Antworten auf die Fragen unserer Zeit finden, wenn Wissenschaftler weltweit zusammenarbeiten. Herausforderungen wie dem Klimawandel kann man nur begegnen, wenn die klügsten Köpfe weltweit kooperieren, um gemeinsame Strategien und Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung zu finden“, sagte Frankenberg. „Deshalb ist es so wichtig, begabte junge Menschen für die Wissenschaft und zugleich für den Austausch mit Partnern aus anderen Kulturen und Denkwelten zu gewinnen“. Entscheidend sei, hierfür ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. „Bund und Länder haben in gemeinsamer Anstrengung die Fortsetzung des Hochschulpaktes, der Exzellenzinitiative und des Paktes für Forschung und Innovation beschlossen. Dafür stehen rund 18 Milliarden Euro zur Verfügung. Eine große Summe, mit der sich viel bewegen lässt.“
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde nicht nur der wissenschaftliche Austausch zwischen den Teilnehmern angeregt, sondern auch der Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg präsentiert. Vertreten waren dabei neben den neun Landesuniversitäten auch zahlreiche Forschungsinstitute, wie beispielsweise das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie oder die Max-Planck Institute für Festkörper und Metallforschung. Daneben stellten sich innovative Unternehmen aus dem Land, wie BASF und Böhringer, den Fragen der internationalen Studierenden und Nachwuchswissenschaftler.
Im Zentrum der Abschlussveranstaltung stand das Thema Nachhaltigkeit. Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema „Sustainability and Climate Change“, Nachhaltigkeit und Klimawandel, wurde die Pavillon-Ausstellung „Entdeckungen“ feierlich auf der Insel Mainau eröffnet. Hier können die Besucher in den nächsten Wochen erleben, welche Antworten die Wissenschaft auf die Fragen und Herausforderungen hat, die auf die Gesellschaft zukommen. Auch das Land Baden-Württemberg ist mit einem eigenen Pavillon vertreten. In diesem werden große Erfindungen der letzten 400 Jahre aus Baden-Württemberg vorgestellt. An drei Wochenenden präsentieren „Jugend forscht“-Teilnehmer ihre Projekte.
Weitere Informationen zur Ausstellung „Entdeckungen“ und zum Baden-Württemberg-Pavillon finden Sie unter www.mainau-entdeckungen.de und www.baden-wuerttemberg.de.
Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
